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Rinderkrankheiten im Fokus


Alle Krankheiten alphabetisch

Pasteuella multocida, Mannhemia hämolytica und Histophilus somni sind maßgebliche Ursachen für bakterielle Pneumonie. Wenn die Immunfunktion eines Kalbs durch Stress oder Krankheiten beeinträchtigt ist, wie z. B. Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR), Parainfluenza-Virus (PI-3) oder Bovines Respiratorisches Syncytialvirus (BRSV), können diese Bakterien eindringen und die Krankheit auslösen.

Überblick
Besnoitiose der Rinder ist eine über einen Vektor übertragene Krankheit, die durch das parasitische Protozoon Besnoitia besnoiti hervorgerufen wird. Die Krankheit wird von einem Tier zum anderen über Insektenvektoren übertragen, insbesondere durch Stechfliegen wie Tabanus und Stomoxys. Alle Rinderarten können unabhängig vom Geschlecht und Alter betroffen sein.

Anzeichen
Rinder können schwere klinische Krankheitsanzeichen aufweisen, während infizierte Schafe oft asymptomatisch sind. Betroffene Rinder können unterschiedliche Krankheitsphasen durchlaufen und eine Reihe von Symptomen haben, wie etwa Hautverdickung und -schwellung, Haarausfall und Hautnekrose; Bullen können unfruchtbar werden. In schweren Fällen kann die Krankheit zum Tod des Tiers führen.

Im subkutanen Gewebe sowie in Faszie und Mucosa infizierter Tiere bilden sich Zysten mit einem Durchmesser von 200 bis 600 µm, die mehr als 10 Jahre lang im Wirtstier überleben können.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Besnoitiose scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

Ökonomische Auswirkung
Infektionen mit Besnoitia besnoiti verursachen aufgrund der hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten beträchtliche wirtschaftliche Verluste, insbesondere bei Rindern.

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Epidemiologie
Blauzungenkrankheit bzw. Katarrhalfieber wird von einem doppelsträngigen RNA-Virus der Gattung Orbivirus der Familie Reoviridae hervorgerufen. Es handelt sich um eine nicht ansteckende Krankheit, die von Insekten auf wilde und domestizierte Wiederkäuer, insbesondere Schafe, übertragen wird.

Anzeichen 
Schafe entwickeln sieben oder acht Tage nach der Infektion akute Anzeichen, zu denen Fieber, Lethargie und Selbstisolation von der Herde zählen. Kurz nach Anstieg der Temperatur schwillt die Maulschleimhaut an und wird rot, und es kommt zur Produktion großer Mengen schäumenden Speichels. Die Zunge schwillt an und kann mitunter blau werden (daher der Name der Krankheit). Die Kuppe des Nagelkörpers wird rot und schmerzt. Betroffene Tiere können lahmen und Auen abortieren möglicherweise. In den meisten Fällen treten Wachstumsverzögerung und Fellverlust auf. Schwer erkrankte Schafe können acht bis zehn Tage nach der Infektion verenden.

Bei Rindern und Ziegen verläuft die Infektion gewöhnlich asymptomatisch. Wenn bei Rindern Anzeichen vorliegen, sind dies meistens Hyperthermie, Abort gegen Ende der Tragzeit (im achten Monat), Ödem (des Euters, der Zitzen, Vulva und der Sprunggelenke) sowie Erythem (Schleimhaut, Zitzen und Euter).

Die Verbreitung des BTV 
Die Blauzungenkrankheit wurde zum ersten Mal 1876 in Südafrika gemeldet. Entgegen der früher vorherrschenden Annahme, dass sie nur in Afrika vorkommt, hat sich die Krankheit in den letzten 10 Jahren auf Asien, den Süden der USA, Australien und Südeuropa ausgebreitet. Insgesamt sind 24 unterschiedliche Serotypen des Blauzungenvirus bekannt, von denen acht in Europa beobachtet wurden (Serotypen 1, 2, 4, 6, 8, 9, 11 und 16).

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Überblick
BCV ist ein behülltes, einzelsträngiges und positiv orientiertes RNA-Virus der Familie Coronaviridae, das weltweit bei Wiederkäuern Darm- und Atemwegsinfektionen verursacht. Bei Infektion kann es bei adulten Tieren zu Winterdysenterie und bei Kälbern zu Kälberenteritis und enzootischem Pneumoniekomplex kommen. Das Rinder-Coronavirus wird über den fäkal-oralen oder den respiratorischen Weg übertragen. Infizierte Tiere sondern das Virus typischerweise in den Fäkalien ab, insbesondere während des Geburtsvorgangs.

BCV kann sich außerdem in den oberen Luftwegen vermehren, wodurch es beim betroffenen Tier zu wiederkehrenden respiratorischen oder gastrointestinalen Infektionen kommt. Infizierte Wildwiederkäuer können die Krankheit potentiell auf Nutzwiederkäuer übertragen.

Anzeichen
Zu den Anzeichen von BCV gehören Diarrhö, Teerstuhl, Dyspepsie, mangelnder Appetit, Gewichtsabnahme, Anorexie, Gewichtsabnahmedepression und Dehydrierung. Zusätzlich kann es bei BCV zu verschiedenen respiratorischen Symptomen kommen, wie nasale Sekretion, Husten, Kurzatmigkeit (Dyspnoe) und schnelle Atmung (Tachypnoe).

Gesundheitsrisiko für Menschen
BCV scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

Ökonomische Auswirkung
Boviner respiratorischer Komplex bei Mastrindern sowie akute intestinale Erkrankung bei Milchkühen können zu finanziellen Einbußen und erheblichen wirtschaftliche Folgen beitragen.

Das Bovine Herpesvirus 4 (BoHV-4) ist ein in Rindern ubiquitäres Gammaherpesvirus. Es gehört zur Gattung Rhadinovirus.
Einige Stämme werden mit Augen- und Atembeschwerden assoziiert (Konjunktivitis, Rhinitis, Tracheitis, Pneumonie). Andere Stämme wurden bei Genitalreizungen (Orchitis, Epididymitis, Vaginitis, Abort, Metritis, Mastitis) und Störungen im Zusammenhang mit dem Verdauungstrakt (Glossitis, Enteritis, Tumore im Pansen) isoliert. Virusinfektionen kommen weltweit bei einer Reihe von Wiederkäuern vor, einschließlich Bisons, Büffel, Schafe und Ziegen.

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Epidemiologie
Mykoplasmen, von denen die meisten wirtsspezifisch sind, verursachen eine chronische Erkrankung, die sowohl beim Menschen als auch bei Tieren langsam progressiv ist. Das Bakterium Mycoplasma agalactiae ist ein bei kleinen Wiederkäuern häufig auftretendes Pathogen, das in der Veterinärmedizin einen großen Stellenwert einnimmt. Bei Schafen wird diese Krankheit stets von M. agalactiae hervorgerufen, während die Mykoplasmen-Spezies M. mycoides und M. capricolum eine ähnliche Krankheit bei Ziegen verursachen.

Anzeichen
Mycoplasma agalactiae ist der Erreger der Infektiösen Agalaktie, der Hauptform der Mykoplasmose bei europäischen Schafen und Ziegen, die ernsthafte Auswirkungen auf die Milchindustrie hat. Diese Infektionen können oft nicht durch Antibiotika ausgemerzt werden. Bei für die Fleischverarbeitung vorgesehenen Tieren verursacht Mykoplasmose erhebliche wirtschaftliche Verluste.

Transmission
Die Infektion erfolgt oft oral oder über die Milchdrüsen, wobei die Inkubationszeit zwei Wochen bis zwei Monate betragen kann.

Nahe Verwandtschaft mit M. agalactiae
M. bovis, das nah mit M. agalactiae verwandt ist, verursacht eine respiratorische und mammilläre Pathologie bei Rindern und ist ebenfalls wirtschaftlich bedeutsam (als Erreger der Kälberpneumonie, Mastitis und Arthritis). Diese beiden Pathogene sind so nah verwandt und rufen bei ihren Wirten jeweils ähnliche Zeichen hervor, dass sie mit herkömmlichen Diagnosemethoden nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Epidemiologie
Das Bovine Respiratorische Syncytialvirus ist ein Pneumovirus der Familie Paramyxoviridae. Es ist nah mit dem humanen RSV verwandt, das häufig die Luftwege von Kindern befällt. Bei beiden handelt es sich um einzelsträngige behüllte RNA-Viren. Bei Rindern verursacht RSV bei Jungtieren als auch Milchkühen Infektionen der Luftwege. Das Virus liegt hauptsächlich in den unteren Luftwegen (den Lungenlappen) vor, wo es die Flimmerepithelzellen beschädigt, die die Lunge normalerweise vor Mikrobenbefall schützen. Eine RSV-Infektion führt häufig zu einer sekundären bakteriellen Infektion, insbesondere mit Pasteurella haemolytica und Corynebacterium pyogenes.

Anzeichen 
Zu den Anzeichen der Krankheit gehören Hyperthermie, Husten, Nasen- und Augenausfluss, Anorexie und Dyspnoe (wenn die Krankheit in eine tödliche Pneumonie übergeht). Bei Milchkühen kommt es zu verminderter Laktation.

Transmission 
RSV wird durch direkten Kontakt mit Nasensekreten übertragen und durch Nähe begünstigt, wie etwa bei Stallhaltung im Winter oder durch Lecken in der Melkanlage.

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Überblick
Übertragbare schwammartige Gehirnerkrankungen (Transmissible Spongiforme Enzephalopathien, TSE) sind Infektionskrankheiten des Hirns, die Tierarten in verschiedenen Formen betreffen, wie etwa Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE; Rinder), Scrapie (Ziegen und Schafe) und die Chronische Auszehrungskrankheit (Chronic Wasting Disease, CWD; affektiert Hirschartige). Die Krankheiten werden durch modifizierte Prion-Proteine, die resistent gegen Chemikalien und Hitze sind, verursacht. Sie lassen sich nur sehr schwer biologisch zersetzen und überleben mehrere Jahre im Boden.

Erkrankungen werden weltweit gemeldet, wobei BSE am häufigsten in Europa auftritt, während CWD in Nordamerika prävalent ist. TSE-Erkrankungen verursachen eine langsame Degeneration des zentralen Nervensystems, was schließlich zum Tod des Tiers führt. Oft vergeht zwischen Infektion des Tiers und Auftreten der ersten Symptome eine große Zeitspanne. Rinder können beispielsweise ab dem Zeitpunkt der Infektion bis zu 6 Jahre ohne Auftreten klinischer Anzeichen leben, während Schafe bis zu 4 Jahre ohne Anzeichen leben können.

Die Übertragung von BSE beim Rind erfolgt über den Verzehr von Futter mit kontaminiertem Knochen- und Fleischmehl. Die Übertragung scheint auf natürlichem Weg beim Rind nicht aufzutreten. Einige Hinweise lassen jedoch vermuten, dass ein gewisses Risiko für Kälber, die von infizierten Kühen geboren wurden, bestehen kann. Während genaue Daten zu der Pathogenese nicht bekannt sind, haben Studien nachgewiesen, dass sich der Erreger nach Eintreten durch orale Exposition in das Tier in den Peyerschen Plaques des Ileum reproduziert und über periphere Nerven zum zentralen Nervensystem wandert.

Anzeichen
Klinische Anzeichen von TSE-Erkrankungen sind häufig subtil und können unter anderem folgende Symptome umfassen: Nervosität, Aggressivität, tiefe Kopfhaltung, Ataxie, Zittern und verstärkte Berührungsempfindlichkeit (Hyperästhesie). Die Tiere können auch Widerwillen gegen das Melken zeigen und einen Gewichtsverlust sowie eine reduzierte Milchproduktion aufweisen.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Menschen können durch Verzehr von BSE-verseuchten Lebensmitteln eine als Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJD) bekannte TSE-Variante entwickeln. Es gibt Initiativen zur Beseitigung von hoch risikoreichem Rindergewebe aus der menschlichen Lebensmittelkette. Für Produkte mit Rinderproteinen (Kosmetika, Pharmazeutika usw.) wurden Maßnahmen getroffen, um sicherzustellen, dass die Rohstoffe aus BSE-freien Gebieten stammen.

Ökonomische Auswirkung
TSE-Erkrankungen können zu bedeutenden wirtschaftlichen Verlusten führen. Diese Verluste können durch Keulung von mit BSE oder mit Fällen von Scrapie in Verbindung gebrachten Tieren, von der Zerstörung von spezifiziertem Risikomaterial (SRM) von Wiederkäuern (Rinder, Schafe und Ziegen) oder durch die Auswirkung von Exportrestriktionen in den betroffenen Bereichen verursacht werden und die Fleischindustrie als Ganzes betreffen.

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Überblick
Rindertuberkulose ist eine Atemwegserkrankung, die vom Bakterium Mycobacterium bovis hervorgerufen wird. Es handelt sich dabei um eine bedeutende Infektionskrankheit, die weltweit bei Nutztieren, insbesondere Rindern, sowie in bestimmten Wildtierpopulationen vorkommt.

Der hauptsächliche Infektionsweg von M. bovis innerhalb und zwischen Spezies ist die Übertragung durch die Luft, wobei sich Tiere ebenfalls durch Ingestion großer Mengen des Bakteriums infizieren können.

Anzeichen
Rindertuberkulose stellt vorwiegend eine Atemwegserkrankung dar, die die Lunge und die damit verbundenen Lymphknoten befällt. Die Infektion verläuft oft subklinisch. Wenn klinische Zeichen vorliegen, sind diese nicht besonders charakteristisch für die Krankheit. Zu den Symptomen können insbesondere bei fortgeschrittenen Fällen der Rindertuberkulose körperliche Schwäche, Anorexie, Auszehrung, vergrößerte Lymphknoten und Husten gehören.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Rindertuberkulose stellt eine signifikante Zoonose und damit ein ernstes Gesundheitsrisiko für den Menschen dar. Das Bakterium kann durch Aerosole oder durch den Verzehr von Rohmilch oder Rohmilchprodukten von infizierten Kühen vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Ökonomische Auswirkung
Ein Ausbruch der Rindertuberkulose kann sich aufgrund verringerter Milcherträge, Keulung von Beständen und Ausfuhreinschränkungen für Fleisch aus betroffenen Gebieten merklich negativ auf die Landwirtschaft auswirken.

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

Epidemiologie 
Das BVD-Virus ist ein kleines, einzelsträngiges RNA-Virus der Gattung Pestivirus. Zu dieser Gattung gehören zwei weitere Tierviren: das Virus, das bei Schafen Border Disease (BD) verursacht, und das Virus, das die klassische Schweinepest (CSF) bei Schweinen hervorruft. Das Bovine Virusdiarrhö (BVD)-Virus wurde erstmals 1946 identifiziert. Die Krankheit tritt weltweit auf, wobei die Prävalenz bei dem Virus ausgesetzten Tieren in unterschiedlichen Ländern und Regionen zwischen 30 und 80 % liegt.

BVD beeinträchtigt die Fruchtbarkeit der Herde 
Die Infektion kompromittiert die Fruchtbarkeit der Herde und leitet nach dem Tod des Embryos eine erneute Brunst ein, wenn die Kuh zwischen dem ersten und zweiten Trächtigkeitsmonat infiziert wurde. Während der gesamten Trächtigkeit sind Abort und Geburtsdefekte möglich.

BVD-PI-Tiere dienen als Erregerreservoir 
Eine häufige Folge einer pränatalen Infektion mit einem Mitglied dieser Virusgattung ist die Geburt infizierter Nachkommen, die eine permanente Immuntoleranz besitzen (BVD-persistente Infektion, BVD-PI), wodurch das Virus in der ganzen Herde verbreitet wird. BVD-PI-Tiere (d. h. solche, die zwischen dem zweiten und vierten Trächtigkeitsmonat infiziert wurden) sind zeitlebens Träger des Virus und scheiden andauernd große Mengen von Virenpartikeln ab. Diese Gruppe stellt daher eine wesentliche Infektionsquelle für den Rest der Herde dar. Außerdem erkranken BVD-PI-Tiere früher oder später an Mucosal Disease (MD), der tödlichen Form der BVD. Die Anzahl der BVD-PI-Tiere in einer infizierten Herde liegt in der Größenordnung von 1 % (allerdings kann der Anteil bis zu 27 % betragen) und die Erkennung dieser Tiere ist unerlässlich für die Kontrolle der Pestivirus-Erkrankung.

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Überblick
Brucellose ist eine infektiöse Krankheit, die von Brucella-Bakterien hervorgerufen wird. Die wichtigsten Brucella-Spezies sind: B. abortus, infiziert hauptsächlich Rinder; B. melitensis, infiziert hauptsächlich Schafe und Ziegen; und B. suis, infiziert hauptsächlich Schweine. Diese Brucella-Spezies sind nicht wirtsspezifisch und können bei geeigneten Bedingungen auf andere Tierarten oder Menschen übertragen werden.

Brucellose wird normalerweise durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren auf anfällige Tiere übertragen oder in einer Umgebung, die mit den Absonderungen infizierter Tiere kontaminiert ist. Brucellose ist daher ein Problem für die gesamte Herde.

Brucellose ist eine meldepflichtige Krankheit; jegliches Auftreten muss den zuständigen Gesundheitsbehörden gemeldet werden. Je nach Spezies und Infektionsrate gibt es unterschiedliche Eradikationsprogramme, die wirksam sind. Bei hohen Inzidenzraten sind Schutzimpfungsprogramme erforderlich, um die Infektionsrate zu reduzieren. Nachdem dies erzielt wurde, werden Überwachungsprogramme in Verbindung mit der Notschlachtung infizierter Tiere durchgeführt. Die Programme führen dann zum Status „Brucellosefrei“ oder „Amtlich frei von Brucellose“ für spezifische Regionen oder ganze Länder. In Europa ist die Überwachung in der EU-Richtlinie 2003/99/EG zur Zoonosenüberwachung festgelegt.

Anzeichen
Zu den Symptomen einer Brucella-Infektion gehören oft verminderte Laktation, Gewichtsverlust, Abort, Unfruchtbarkeit und Lahmheit. Die Aufnahme von Brucella erfolgt oral, über verletzte Haut oder über Schleimhäute. Brucella-Bakterien werden hauptsächlich mit fetalem Gewebe und Plazentamaterial sowie mit Sperma und Milch ausgeschieden.

Gelegentlich kann es vorkommen, dass Tiere nach einiger Zeit wieder gesund werden. Es ist aber häufiger der Fall, dass die Symptome verschwinden, die Erkrankung aber verbleibt. Diese asymptomatischen Tiere stellen eine gefährliche Infektionsquelle dar.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Die häufigsten Infektionsquellen für den Menschen sind Rohmilch und Rohmilchkäse. Landwirte und Veterinärmediziner haben aufgrund der direkten Exposition zu verworfenem infiziertem Material ein erhöhtes Infektionsrisiko. Beim Menschen verläuft die Krankheit zwar gewöhnlich nicht tödlich, kann aber unbehandelt viele Jahre andauern.

Die Inkubationszeit beträgt im Allgemeinen eine bis drei Wochen, in einigen Fällen mehrere Monate. Patienten haben nichtspezifische Symptome, wie undulierendes Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl und Kopfschmerzen.

Ökonomische Auswirkung
Brucellose stellt in vielen Regionen der Welt ein ernstes Problem der Volks- und Tiergesundheit dar. Obwohl infizierte Tiere der Krankheit selten erliegen, zählt die Brucellose aufgrund des wirtschaftlichen Schadens, den sie verursachen kann, weltweit zu den schwerwiegendsten Nutztierkrankheiten.

Diese Zoonose wurde in einer Reihe von Ländern ausgemerzt bzw. fast ausgemerzt, ist aber in der Mittelmeerregion, in Afrika, Asien und Südamerika nach wie vor verbreitet.

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Die Gattung Campylobacter besteht aus gramnegativen, spiralförmigen Bakterien. Campylobacter fetus umfasst die Spezies Campylobacter fetus subsp venerealis (CFV) und C. fetus subsp. fetus (CFF). CFV ist der Erreger des Enzootischer Campylobacter-Aborts des Rindes (auch: Vibrionenseuche der Rinder, Bovine genitale Campylobacteriose). Bei weiblichen Rindern sind typische Anzeichen häufige Rückkehr des Östrus, längere Intervalle zwischen dem Östrus, verlängerte Intervalle zwischen dem Kalben und, selten, Aborte in der frühen Trächtigkeit.

Bei Bullen verläuft die Kontamination ohne Symptome, jedoch kann der Erreger jahrelang unter der Vorhaut überleben.

Die Infektion kann während des Geschlechtsverkehrs durch infizierten Samen übertragen werden. Diese Infektion kann zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen, da sie Probleme bei der Fruchtbarkeit und infektiöse Aborte bei domestizierten Rindern wie auch bei Schafen und Ziegen verursacht.

Die Vibrionenseuche der Rinder ist eine meldepflichtige Krankheit (2012 OIE-Liste) und ihr werden sozio-ökonomische Auswirkungen für die öffentliche Gesundheit und insbesondere für den internationalen Handel mit Tieren und Produkten tierischen Ursprungs zugeschrieben.

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Bei Wiederkäuern ist Chlamydiose eine ansteckende Krankheit, die durch Bakterien, die auch Vögel und Menschen infizieren, hervorgerufen wird. Die Krankheit kann bei Wiederkäuern zu Aborten, Frühgeburten, Lungenentzündung, Konjunktivitis und Arthritis führen. Die Infektion kann auf Neugeborene, Jungtiere oder adulte Wiederkäuer durch eine große Anzahl an Bakterien übertragen werden, die in fetalen Hüllen und Flüssigkeiten, Fäkalien, Urin und Milch ausgeschieden werden. Der Hauptübertragungsweg ist jedoch die Inhalation kontaminierter Aerosole. Die Chlamydia-Taxonomie wurde durch Everett im Jahr 1999 revidiert. In dieser neuen Klassifizierung werden die Spezien in zwei Hauptgattungen eingeteilt:

  • Die Gattung Chlamydia, die C. trachomatis (Menschen), C. suis (Schweine) und C. muridarum (Mäuse und Hamster) umfasst
  • Die Gattung Chlamydophila, die aus sechs Spezies besteht: Cp. abortus (Säugetiere), Cp. psittaci (Vögel), Cp. Felis (Katzen), Cp. caviae (Meerschweinchen), Cp. pecorum (Säugetiere) und Cp. pneumoniae (Menschen)

Bei Wiederkäuern wurden zwei Spezies entdeckt: Cp. abortus (verursacht Aborte) und Cp. pecorum (verursacht asymptomatische Darmentzündungen, Pneumonie, Konjunktivitis, Arthritis, Aborte und Unfruchtbarkeit). Bei schwangeren Frauen kann C. abortus Aborte mit schweren Komplikationen verursachen.

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Epidemiologie
Q (Query)-Fieber ist eine ubiquitäre Zoonose, die weltweit (mit Ausnahme von Neuseeland) vorkommt. Es wird von Coxiella burnetii verursacht, einem obligaten intrazellulären Bakterium, das viele verschiedene Tierspezies, z. B. Wiederkäuer, Hunde, Katzen, Vögel und Arthropoden, sowie den Menschen befallen kann. Bei Wiederkäuern (die als Hauptreservoir für die Infektion von Menschen gelten) steht die Krankheit vor allem mit einer reproduktiven Dysfunktion in Verbindung. Sie verläuft gewöhnlich asymptomatisch und wird normalerweise nicht gescreent, es sei denn, ein Tier hat mehrmals abortiert oder weist Fortpflanzungsprobleme auf. Coxiella burnetii besiedelt die Plazenta und verursacht Frühgeburten, geringes Geburtsgewicht und Abort.

Auswirkung von Q-Fieber auf Menschen
Der Hauptinfektionsweg beim Menschen ist die Inhalation kontaminierter Aerosole; schwangere Frauen sollten außerdem vom Genuss von Rohmilch und Rohmilchprodukten absehen. Q-Fieber bleibt oft unbemerkt, da es fälschlicherweise für ein Influenza-ähnliches Syndrom gehalten werden kann. Die Folgen können für schwangere Frauen (Abort oder Frühgeburt) und für immungeschwächte Personen oder Patienten mit Herzklappenkrankheit schwerwiegend sein.

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Überblick
Kryptosporidiose wird durch mikroskopisch kleine Darmparasiten verursacht, die über die Fäkalien des infizierten Tieres ausgeschieden werden. Die weltweit vorkommenden Parasiten bewirken gewöhnlich in Verbindung mit weiteren Enteropathogenen Diarrhö und Darmverletzungen bei neonatalen Nutztieren wie Ferkeln, Zicklein, Lämmern und Fohlen.

Studien haben gezeigt, dass gleichzeitige Infektionen mit anderen Pathogenen, wie Coronavirus und Rotavirus, noch schwerwiegendere Diarrhö auslösen kann. Die Mortalitätsraten bei Kryptosporidiose sind zwar gewöhnlich gering; es kann jedoch durch andere Faktoren zu Komplikationen kommen, die zum Tode führen können, wie etwa bei Energiedefizit aufgrund einer geringen Aufnahme von Kolostrum oder Milch, gleichzeitigen Infektionen oder Unterkühlung bei schlechtem Wetter.

Die Übertragung der Krankheit erfolgt direkt von Tier zu Tier oder indirekt durch Umgebungskontamination, fekale Kontamination der Wasser- oder Futterversorgung oder durch den Menschen. Bei Kälbern kann die Infektion bereits 5 Tage nach der Geburt festgestellt werden; Diarrhö setzt zwischen dem 5. und 15. Tag ein.

Bei kleinen Wiederkäuern kann die Infektion mit schweren Anfällen von Diarrhö verbunden sein, was bei 4 bis 10 Tage alten Lämmern und 5 bis 21 Tage alten Jungziegen zu hohen Mortalitätsraten führt.

Obwohl Kryptosporidiose im Allgemeinen nicht als wichtiges enterisches Pathogen bei Schweinen gilt, kann die Infektion über einen breiteren Altersbereich hinweg (1 Woche bis Schlachtalter) beobachtet werden und bei infizierten Schweinen ein Faktor bei der malabsorptiven Diarrhö nach dem Absetzen sein.

Bei Fohlen ist Kryptosporidiose weniger prävalent. Auftretende Infektionen kommen typischerweise im Alter von 5 bis 8 Wochen vor.

Anzeichen
Zu den Anzeichen der Kryptosporidiose gehören mehrtägige Diarrhö, deutliche Gewichtsabnahme, Auszehrung, Apathie, Anorexie und Dehydrierung.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Cryptosporidium kann bei immunkompetenten Personen (z. B. Kindern) eine häufige nicht-virale Ursache der Diarrhö darstellen und sich schwer auf die Gesundheit von immungeschwächten Personen auswirken. Infizierte Tiere können die Krankheit direkt auf den Menschen übertragen. Außerdem besteht das Risiko, dass Kryptosporidiose über mit den Fäkalien eines infizierten Tieres kontaminiertes Oberflächen- und Trinkwasser übertragen werden kann.

Überblick
Escherichia coli ist eine bakterielle Ursache von Diarrhö bei Kälbern. Es gibt mindestens zwei klar abgegrenzte Typen von Durchfallerkrankungen, die mit unterschiedlichen Stämmen des Organismus in Zusammenhang gebracht werden können. Eine Art besitzt zwei Virulenzfaktoren in Zusammenhang mit dem Auftreten von Diarrhö, und fimbriale Antigene wie K99 oder F41 ermöglichen ihnen das Besiedeln der Dünndarmzotten.

Diese Enteropathogene, die auch als sich anlagernde und vernichtende E. coli bezeichnet werden, produzieren unter Umständen Verotoxine, die zu starker hämorrhagischer Diarrhö beitragen können. Die Infektion kann im Dickdarm, Blinddarm und distalen Dünndarm ansässig sein und schwere Infektionen verursachen, die Ödeme, Schleimhauterosionen und Geschwüre hervorrufen können.

Übertragungswege sind respiratorische und fäkale Aerosole sowie Oralkontakt mit Fäkalien. Gesunde Infektionsträger-Rinder können den Organismus in regelmäßigen Abständen in den Fäkalien ausscheiden, und unter Geburtsstress kann sich der Ausscheidungsgrad erhöhen. Diese Bedingungen können zu einer Infektion des Euters und des Perineums des Muttertiers führen und die Kalbungsumgebung kontaminieren. Alternativ kann der Kälberaufzuchtsbereich auch durch die Anwesenheit mehrerer umherstreifender Kälber stark kontaminiert werden.

Anzeichen
K99-positive E. coli-Bakterien können bei Kälbern, die typischerweise < 5 Tage alt sind, einen plötzlichen Anfall starker Diarrhö verursachen, der dazu führt, dass die Kälber deprimiert werden und nicht mehr aufstehen. Kälber können innerhalb von 24 Stunden einen deutlichen Gewichtsverlust (> 12 % des Körpergewichts) sowie potentiell einen hypovolämischen Schock erleiden und verenden.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Rinder können Überträger verotoxischer E. coli-Serotypen sein, die mit hämolytisch-urämischem Syndrom und hämorrhagischer Kolitis beim Menschen in Verbindung gebracht werden. Die Infektion kann durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel auftreten, aber in Vieh auftretende enterale Krankheitserreger sind auch über direkten Kontakt, der bei Besuchen von Streichelzoos, Bauernhöfen oder Viehmessen erfolgt, auf den Menschen übertragbar.

Epidemiologie
EHD ist eine vektorübertragene Infektionskrankheit, die von einem Virus der Gattung Orbivirus der Familie Reoviridae (wie das Blauzungenvirus) verursacht wird. Es wurden zwischen acht und zehn unterschiedliche Serotypen identifiziert.

Transmission
Das Virus wird fast ausschließlich durch den Biss eines kleinen hämatophagen Zweiflüglers der Gattung Culicoides der Familie Ceratopogonidae übertragen. Der Vektor wird infiziert, wenn er das Blut eines infizierten Tiers aufnimmt. Anschließend repliziert sich das Virus, bis die für die Übertragung auf ein anderes suszeptibles Tier erforderliche Dichte erreicht ist.

Anzeichen
Das EHD-Virus kann Rinder infizieren und Anzeichen hervorrufen, die denen der Blauzungenkrankheit ähneln (d. h. Fieber, erosive Läsionen und Geschwüre der oropharyngealen Schleimhäute, Steifheit, Kollaps und Hautödeme). Bei trächtigen Kühen kann die Infektion zu Abort oder Hydranenzephalie führen, wenn sie zwischen dem 70. und 120. Trächtigkeitstag auftritt.

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Überblick
MKS ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die alle paarhufigen Tiere befällt und auf der ganzen Welt verbreitet ist. MKS kann klinisch nicht von anderen vesikulären Krankheiten wie der vesikulären Schweinekrankheit (SVD) unterschieden werden.

Das Virus gehört zu der Gattung der Aphtoviren aus der Familie der Picornaviridae. Es gibt sieben Serotypen des MKS-Virus: O, A, C, SAT 1, SAT 2, SAT 3 und Asia 1. Die Infektion mit einem Serotyp verleiht keine Immunität gegenüber Viren eines anderen Serotyps.

Unter den domestizierten Arten sind Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen anfällig für MKS.

Anzeichen
Klinische Anzeichen von MKS sind das Auftreten von Vesikeln (kleine Bläschen) an den Füßen, in und rund um die Mundhöhle und bei weiblichen Tieren auf den Milchdrüsen. Vesikel können auch in den Nasenlöchern sowie an Druckpunkten an den Gliedmaßen auftreten. Das gilt insbesondere für Schweine.

Die Übertragung tritt durch Kontakt mit infizierten und verdächtigen Tieren auf. Das Virus kann während der akuten Infektionsphase in die Luft ausgeschieden werden.

Gesundheitsrisiko für Menschen
MKS scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

Ökonomische Auswirkung
Das Auftreten von MKS ist durch die Dezimierung der Tierbestände und durch die Restriktionen für den Fleischexport aus den betroffenen Gebieten eine sehr ernste wirtschaftliche Bedrohung für die Existenz der Nutztierindustrie.

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Epidemiologie
IBR wird durch ein Herpesvirus (BHV-1) hervorgerufen, das den Atemweg infiziert und dort Probleme (Tracheitis und Rhinitis) sowie Fieber, Aborte und Unfruchtbarkeit verursacht. Es kann zum Tod führen, wenn sich die Krankheit schnell in einer Herde ausbreitet. IBR wird durch direkten Kontakt über Sekrete der Atemwege, Augen und Genitalien übertragen.

Das IBR-Virus hat eine immunosuppressive Wirkung, so dass der Wirt schon bei einer geringen Infektion für sekundäre bakterielle Infektionen anfällig ist. Die Infektion kann latent sein: Auch wenn die primäre Infektion abgeklungen zu sein scheint, liegt das Virus weiterhin in den Lymphknoten vor und kann erneut aktiviert werden und sich im Körper verteilen.

Inzidenz und Prävalenz
Inzidenz und Prävalenz der Krankheit variieren zwar auf verschiedenen Kontinenten, die Krankheit ist jedoch weltweit verbreitet. Nahezu 50 % aller Herden adulter Rinder waren dem Virus bereits ausgesetzt.

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Überblick
Leptospirose tritt weltweit auf. Während sie typischerweise in tropischen Klimaverhältnissen vorherrscht, kann sie dennoch in gemäßigten Klimata während Regenperioden vorkommen. Leptospirose befällt vor allem Schweine, Rinder und Pferde und ist mit einer Breite an klinischen Auswirkungen, von einer leichten Infektion bis hin zu Organversagen und Tod, verbunden.

Die Krankheit ist bei Wildsäugetieren stark verbreitet, was jedoch oft erst bemerkt wird, wenn diese Tiere die Infektionsquelle für Haus- und Nutztiere darstellen. Leptospirose kann transplazentar oder venerisch übertragen werden; der häufigste Übertragungsweg ist jedoch der direkte Kontakt mit infiziertem Material wie Milch, Urin oder Plazentaflüssigkeit.

Anzeichen
Die Anzeichen von Leptospirose können je nach Immunität der Herde, Alter des infizierten Tieres und infizierendem Serovar stark variieren. Hinsichtlich des infizierenden Serovars gibt es > 220 pathogene Serovare von Leptospira, die Leptospirose hervorrufen können.

Beispielsweise sind Rinder der Erhaltungswirt für Leptospira hardjo-bovis, das sich auf die Nieren des Tieres auswirken und eine langfristige Abgabe über den Urin zur Folge haben kann. L. hardjo-bovis steht außerdem mit persistierenden Infektionen des Fortpflanzungstrakts im Zusammenhang, die bei Rindern zur Unfruchtbarkeit führen können.

Für andere Leptospira-Serovare, wie L. grippotyphosa, L. icterohaemorrhagiae oder L. pomona stellen Rinder Zufallswirte dar und können verschiedene klinische Anzeichen wie Lethargie, Hepatitis, Fieber, Anämie und roten Urin aufweisen. Während adulte Rinder gewöhnlich nicht an Leptospirose verenden, kann die Krankheit für Kälber tödlich sein und bei trächtigen Kühen Abort, Totgeburten und schwache Nachkommen hervorrufen.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Leptospirose wird als zoonotisch erachtet und kann auf den Menschen übertragen werden, wenn die Person mit Wasser oder Erde in Kontakt kommt, das bzw. die durch Urin oder Körperflüssigkeit eines infizierten Tieres kontaminiert ist.

Ökonomische Auswirkung
Die aus persistierenden Infektionen des Fortpflanzungstrakts resultierende Unfruchtbarkeit ist möglicherweise der Aspekt der Leptospirose, der den meisten wirtschaftlichen Schaden verursacht.

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Mycoplasma bovis zählt zur Bakteriengattung der Mykoplasmen. Es verursacht eine chronische Erkrankung, die zu langfristigen Verlusten für Milchprodukt- und Rindfleischproduzenten und möglicherweise zu schweren Krankheiten und bedeutenden finanziellen Einbußen führt. Mycoplasma bovis verursacht eine Vielzahl an Krankheiten, einschließlich Mastitis bei Milchkühen, Arthritis bei Kühen und Kälbern, Pneumonie bei Kälbern und verschiedener anderer Krankheiten, wozu wahrscheinlich späte Aborte gehören. Nicht alle infizierten Kühe erkranken. Einige geben die Erkrankung weiter, ohne selbst krank zu werden, und ermöglichen die Übertragung zwischen Aufzuchtbetrieben, wenn diese Kühe verlagert werden. Mycoplasma-bovis verursacht keine Krankheiten beim Menschen. Es verursacht keine schweren Krankheiten bei Tieren außer bei Rindern, obwohl es in seltenen Fällen leichte Infektionen bei Schafen, Ziegen und anderen verwandten Arten verursachen kann.

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Epidemiologie
Neospora caninum ist ein einzelliger Parasit, der erstmals bei Hunden entdeckt wurde, in denen er Myositis und Enzephalitis verursacht. In den 1990er Jahren wurde jedoch beobachtet, dass Neospora eine Hauptursache von Aborten bei Kühen darstellte, die gewöhnlich zwischen dem vierten und siebten Trächtigkeitsmonat eintraten. Abhängig von der Anzahl der infizierten Kühe in der Herde liegt die Abortrate bei 5 bis 30 %; die höheren Raten sind durch serielle Aborte, die in weniger als einem Monat auftreten, charakterisiert.

Transmission
Es ist nicht eindeutig bekannt, wie der Parasit übertragen wird. Da mindestens 80 % der Kälber seropositiver Kühe infiziert sind, wird angenommen, dass er hauptsächlich vom Muttertier an die Nachkommen übertragen wird. Außerdem wurde darauf hingedeutet, dass Hunde an der Übertragung von Neospora auf Rinder beteiligt sein könnten. Diese Infektion ist auf allen Kontinenten bekannt und stellt in manchen Ländern die Hauptursache für Aborte bei Rindern dar (noch vor BVD und IBR).

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Epidemiologie
Das Parainfluenza-Virus Typ 3 (PI3) ist ein RNA-Virus, das zur Familie der Paramyxoviridae gehört, die weltweit bei Nutztieren extrem häufig vorkommt. PI3 wurde sowohl in respiratorischer als auch digestiver Form nachgewiesen und kann bei jungen Rindern respiratorische Probleme verursachen. PI3 wird außerdem als Kofaktor bei Erkrankungen durch Infektion mit bestimmten Bakterien (Mycoplasma bovis und Pasteurella haemolytica) sowie mit anderen Viren (einschließlich derer, die BVD und IBR verursachen) angesehen.

Anzeichen
Die Anzeichen dieser Krankheit sind Hyperthermie, Husten, Nasen- und Augenausfluss, Anorexie, Dyspnoe und Diarrhö. PI3 hat außerdem eine immunsuppressive Wirkung, so dass infizierte Tiere für sekundäre Infektionen anfällig sind.

Transmission
PI3 wird gewöhnlich in Nasensekreten übertragen, wobei die Übertragung durch den Transport von Tieren (direkter Kontakt, schlechte Lüftung und verbrauchte Luft) begünstigt wird. Zur Bestätigung einer PI3-Infektion wird ein serologischer Test unbedingt empfohlen.

Die regulatorischen Anforderungen sind von Land zu Land unterschiedlich. Die Produkte sind u. U. in Ihrer Region nicht erhältlich.

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Überblick
Paratuberkulose, auch Johnesche Krankheit genannt, wird durch Myobacterium avium spp. paratuberculosis (MAP) im Dünndarm von Wiederkäuern hervorgerufen. Es handelt sich dabei um ein weltweit verbreitetes Problem, das insbesondere Herden von Fleisch- und Milchrindern befällt.

Paratuberkulose ist eine chronisch belastende Enteritis, die in einer Tierherde ernste Auswirkungen auf die Produktion haben kann.

Die Diagnose einer klinischen Infektion wird gewöhnlich durch Nachweis des verursachenden Organismus, M. avium spp. paratuberculosis, in den Fäkalien oder postmortal im Darmgewebe bestätigt. Schwieriger ist die Identifizierung einer subklinischen Erkrankung bei Tieren, die den Erreger über einen langen Zeitraum hinweg absondern und somit andere Tiere in der Herde anstecken können. Die Prävalenz der bovinen Paratuberkulose in Europa ist von Land zu Land unterschiedlich und liegt bei 7 % bis 55 %.

Anzeichen
Chronische Darmentzündung, mesenterische Lymphknotenläsionen, Diarrhö, Gewichtsverlust und Ödem treten gewöhnlich bei über zwei Jahre alten Tieren mit fortgeschrittenem Krankheitsstadium auf.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Das die Paratuberkulose verursachende Bakterium, M. avium ssp. paratuberculosis, kann die Pasteurisierung von Milch und Milchprodukten überleben und daher potentiell ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen. Es häufen sich wissenschaftliche Beweise, die besagen, dass zwischen Paratuberkulose in Milchkuhherden und Morbus Crohn ein Zusammenhang besteht. Morbus Crohn ist eine unheilbare chronisch entzündliche Darmerkrankung.

Ökonomische Auswirkung
Paratuberkulose bei Nutztieren kann aufgrund mehrerer Faktoren wesentliche wirtschaftliche Verluste verursachen. Dazu zählen verringerte Produktion, frühzeitige Keulung und Kosten für veterinärmedizinische Betreuung. In den USA erregt Paratuberkulose in der Rinderindustrie anwachsende Besorgnis, da sie sich auf die internationale Vermarktung von Rindern und Rinderprodukten auswirkt und wirtschaftliche Verluste für die Produzenten verursacht. Aufgrund dessen wurde bezüglich der Johneschen Krankheit ein freiwilliges Herdenstatusprogramm für Rinder (Voluntary Johne's Disease Herd Status Program for Cattle; VJDHSP) ins Leben gerufen. Im April 2002 nahm der USDA-APHIS-Veterinary Service Teile dieser Initiative in seine Normen für nationale Programme auf.

In der Europäischen Union gibt es zwar keine offiziellen Programme; es gelten jedoch länderspezifische Richtlinien. Australien verfügt über eine nationales Kontrollprogramm für die Johnesche Krankheit (National Johne’s Disease Control Program; NJDCP), das darauf abzielt, die Ausbreitung und Auswirkungen der Johneschen Krankheit zu reduzieren. Es handelt sich dabei um ein kooperatives Programm, an dem die australischen Nutztierbranchen, der Staat und die Veterinärmedizin beteiligt sind. Das Programm wird im Auftrag der wichtigsten Interessenvertreter von Animal Health Australia verwaltet.

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Überblick
Das Bovine Rotavirus gehört zur Virenfamilie Reoviridae und trägt zusammen mit dem Coronavirus zu > 50 % aller Diarrhöprobleme bei Kälbern bei. Das Rotavirus kommt in Rinderherden häufig vor und auch andere Tiere, wie Schweine, Hühner, Schafe, Pferde und Kaninchen sind für die Krankheit anfällig.

Das Virus dringt durch den Dünndarm ein, wo es die Zotten angreift und die effiziente Absorption der Nahrung in den Körper des Tieres erschwert. Dieser Zustand führt zu Wasserverlust aus Epithelzellen und dem Körper, was Dehydrierung und bei signifikanter Dehydrierung und Auszehrung potentiell den Tod zur Folge hat.

Die Übertragung erfolgt im Allgemeinen, wenn ein nicht betroffenes Tier oralen Kontakt mit infizierten Fäkalien oder kontaminiertem Futter hat, oder sich in Stallungen aufhält, in denen schlechte hygienische Bedingungen herrschen. Kühe mit Krankheitszeichen und Symptomen können das Virus bis zu einer Woche lang absondern; einige Kühe können sich erneut infizieren, bleiben asymptomatisch und sondern das Virus über ihre gesamte Lebenszeit ab.

Anzeichen
Das Hauptanzeichen für Rotavirus ist eine wässrige, meist gelbe Diarrhö, die Schleim, Blut oder beides enthält. Außerdem kann das Tier lethargisch werden und das Interesse an Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme verlieren, was je nach Tier und Umständen zu leichter bis schwerer Dehydration führen kann.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Bovine und Humane Rotavirus-Stämme sind wirtsspezifisch und stellen kein Übertragungsrisiko von einer Spezies auf eine andere dar.

Ökonomische Auswirkung
Signifikante wirtschaftliche Verluste können aufgrund der höheren Morbidität und Mortalität bei neonatalen Wiederkäuern, der Behandlungskosten und der reduzierten Wachstumsrate auftreten.

Überblick
Salmonellose ist eine durch Salmonellenbakterien verursachte Infektionskrankheit. Salmonellose wurde in Ländern auf der ganzen Welt nachgewiesen; besonders prävalent scheint die Krankheit jedoch in Gebieten mit intensiver Tierhaltung, insbesondere von Schweinen, Kälbern und einigen Geflügelarten, zu sein.

Die Krankheit kann zwar alle Nutztiere befallen; Jungtiere und trächtige oder säugende Tiere sind dafür jedoch am anfälligsten. Zu den klinischen Symptomen, die beobachtet werden können, zählen Aborte, Arthritis, Atemwegserkrankungen und akute Sepsis. Die am häufigsten beobachtete klinische Manifestation ist eine enterische Erkrankung, die sich oft als blutige, wässrige Diarrhö mit Fieber darstellt.

Viele Tiere, insbesondere Schweine, Rinder und Geflügel, können sich ebenfalls infizieren, zeigen jedoch kein kritisches Krankheitsbild. Solche Tiere spielen möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Infektion auf andere Scharen und Herden sowie auch als Quelle der Kontamination von Nahrungsmitteln und Infektionen beim Menschen.

Anzeichen
Zu den typischen klinischen Symptomen zählen unter anderem Fieber und starke wässrige Diarrhö mit nachfolgender, rasch einsetzender Dehydration. Die Diarrhö hat gewöhnlich einen faulen Geruch und kann Blut und Schleim enthalten. Salmonellae produzieren Toxine, die zur Beschädigung des Darms beitragen und systemische Auswirkungen haben können. Wenn die Darmauskleidung ausreichend beschädigt wird, können die Bakterien in den Blutkreislauf eindringen, was eine Septikämie zur Folge hat, und die Bakterien können Hirn, Lunge, Gelenke, Uterus (was bei trächtigen Kühen zum Abort führt) sowie andere Organe befallen.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Salmonellose ist eine der bekanntesten zoonotischen Erkrankungen und kann ernsthafte klinische Symptome bei Menschen verursachen. Schweine, Rinder, Geflügel und Eier wurden als hauptsächliche Ursachen für Salmonellen-Infektionen identifiziert. Die Präsenz dieser Erkrankung stellt ein großes Risiko für die Gesundheit des Menschen dar. Salmonellen-Infektionen bei Tieren, die für die Nahrungsmittelindustrie vorgesehen sind, spielen eine wichtige Rolle für die öffentliche Gesundheit, da diese Tiere als Hauptquelle für Salmonellen-Infektionen bei Menschen betrachtet werden.

Ökonomische Auswirkung
Salmonellose hat ernsthafte ökonomische Auswirkungen auf die Rinderzucht weltweit. Mortalität, Behandlungskosten, Aborte, geringere Produktion, entsorgte Milch und vermindertes Konsumentenvertrauen tragen alle zu den Kosten von Salmonellen-Infektionen in den Viehzuchten bei.

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Epidemiologie
Das Schmallenberg-Virus gehört zur Bunyaviridae-Familie, Genus Orthobunyaviridae und ist nahe mit den Akabane-, Aino- and Shamonda-Viren verwandt. Das Virus wurde zuerst in Deutschland im November 2011 identifiziert. Es wurde in einigen Proben von bovinen und ovinen Wirten mit atypischen Symptomen, die für keine der zu der Zeit bekannten Krankheiten charakteristisch waren, gefunden.

Anzeichen
Das Virus induziert schwache klinische Symptome, die gesamte Gesundheit des Tieres beeinflussen, wie z. B. Hyperthermie, Appetitverlust, reduzierte Milchproduktion und in manchen Fällen Diarrhö. Die Infektion weiblicher Wiederkäuern während der Trächtigkeit kann außerdem zu Missbildungen (z. B. Hydrozephalus) bei den Nachkommen führen.

Diagnostik
Der Nachweis des Virus wird am besten am Gehirn eines abgegangenen Fötus durchgeführt, das Virus kann aber auch im Blut, Serum und der Milz nachgewiesen werden (FLI – Deutsches Nationales Referenzlabor).

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Überblick
Trichomonadenseuche (Trich) ist eine Deckseuche, die weltweit bei Rindern vorkommt und typischerweise bei Kühen und primiparen Kühen mit Unfruchtbarkeit und Aborten einhergeht, was verlängerte Kalbungsintervalle zur Folge hat.

Diese Krankheit wird von Tritrichomonas foetus (T foetus) hervorgerufen, einem kleinen, motilen Protozoon, das sich im Fortpflanzungstrakt von Kühen und am Penisschaft von Bullen aufhält. Der Krankheitserreger wird beim Decken vom Bullen in die Vagina der Kuh übertragen, von wo er in den Uterus wandert und dabei eine Infektion verursacht, die von einem weißen, klebrigen Ausfluss aus der Vulva der Kuh gekennzeichnet ist.

Wenn ein infizierter Bulle Kühe auf natürliche Weise deckt, werden 30 bis 90 % der Kühe infiziert, was auf das Vorhandensein von Unterschieden zwischen Stämmen sowie auf eine variierende Anfälligkeit verschiedener Rassen gegenüber der Krankheit hindeutet. Bullen jedes Alters können unbegrenzt lange infiziert bleiben, wobei dieses Szenario bei jüngeren Bullen weniger wahrscheinlich ist. Im Gegensatz dazu sind Kühe gewöhnlich innerhalb von drei Monaten nach dem Decken infektionsfrei, dennoch für eine erneute Infektion anfällig. T foetus kann auch übertragen werden, wenn das Sperma infizierter Bullen zur künstlichen Befruchtung verwendet wird.

Anzeichen
Das wichtigste Anzeichen ist Unfruchtbarkeit durch Absterben des Embryos, was zu wiederholter Paarung und dazu beiträgt, dass Kühe paarungsbereit sind, wenn sie eigentlich trächtig sein sollten. Neben reduzierten Geburtsraten und über 3 bis 6 Monate ausgedehnten Kälbererträgen ist bei einer wachsenden Anzahl von nicht trächtigen Kühen eine abnormale reproduktive Diagnose zu verzeichnen, wie etwa Endometritis und Pyometra. Bullen zeigen keine Anzeichen von T foetus, können den Erreger jedoch auf unbegrenzte Zeit abgeben. Um die Krankheit bei Bullen zu diagnostizieren, muss eine Probe der Präputialflüssigkeit vom Penisschaft des Bullen entnommen und getestet werden.

Gesundheitsrisiko für Menschen
Trichomonadenseuche scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

Ökonomische Auswirkung
Die mit betroffenen Herden verbundenen wirtschaftlichen Verluste erwachsen vorwiegend aus kleineren, weniger gleichmäßigen Kälbererträgen und erhöhten Kosten für Keulung, Tests und Prophylaxe. Anhand verschiedener Studien und Modelle wurde die Verringerung der Erlöse aufgrund von Trichomonadenseuche in einer Herde mit 20 bis 40 % beziffert.

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