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Blauzungenvirus (BTV)

Epidemiologie
Blauzungenkrankheit bzw. Katarrhalfieber wird von einem doppelsträngigen RNA-Virus der Gattung Orbivirus der Familie Reoviridaehervorgerufen. Es handelt sich um eine nicht ansteckende Krankheit, die von Insekten auf wilde und domestizierte Wiederkäuer, insbesondere Schafe, übertragen wird.

Anzeichen
Schafe entwickeln sieben oder acht Tage nach der Infektion akute Anzeichen, zu denen Fieber, Lethargie und Selbstisolation von der Herde zählen. Kurz nach Anstieg der Temperatur schwillt die Maulschleimhaut an und wird rot, und es kommt zur Produktion großer Mengen schäumenden Speichels. Die Zunge schwillt an und kann mitunter blau werden (daher der Name der Krankheit). Die Kuppe des Nagelkörpers wird rot und schmerzt. Betroffene Tiere können lahmen, und Auen abortieren möglicherweise. In den meisten Fällen treten Wachstumsverzögerung und Fellverlust auf. Schwer erkrankte Schafe können acht bis zehn Tage nach der Infektion verenden.

Bei Rindern und Ziegen verläuft die Infektion gewöhnlich asymptomatisch. Wenn bei Rindern Anzeichen vorliegen, sind dies meistens Hyperthermie, Abort gegen Ende der Tragzeit (im achten Monat), Ödem (des Euters, der Zitzen, Vulva und der Sprunggelenke) sowie Erythem (Schleimhaut, Zitzen und Euter).

Verbreitung von BTV
Die Blauzungenkrankheit wurde erstmals 1876 in Südafrika beobachtet. Entgegen der früher vorherrschenden Annahme, dass sie nur in Afrika vorkommt, hat sich die Krankheit in den letzten 10 Jahren auf Asien, den Süden der USA, Australien und Südeuropa ausgebreitet. Insgesamt sind 24 unterschiedliche Serotypen des Blauzungenvirus bekannt, von denen acht in Europa beobachtet wurden (Serotypen 1, 2, 4, 6, 8, 9, 11 und 16).

Gesetzliche Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich, und Produkte können unter Umständen in Ihrem geografischen Gebiet nicht erhältlich sein.

Border Disease (BD)Seitenanfang

Epidemiologie
Das BVD-Virus ist ein kleines, einzelsträngiges RNA-Virus der Gattung Pestivirus. Zu dieser Gattung gehören zwei weitere Tierviren: das Virus, das bei Schafen Border Disease (BD) verursacht, und das Virus, das die klassische Schweinepest (CSF) bei Schweinen hervorruft+++. Das Bovine Virusdiarrhö (BVD)-Virus wurde erstmals 1946 identifiziert. Die Krankheit tritt weltweit auf, wobei die Prävalenz bei dem Virus ausgesetzten Tieren in unterschiedlichen Ländern und Regionen zwischen 30 und 80 % liegt.

BVD beeinträchtigt die Fruchtbarkeit der Herde
Die Infektion kompromittiert die Fruchtbarkeit der Herde und leitet nach dem Tod des Embryos eine erneute Brunst ein, wenn die Kuh zwischen dem ersten und zweiten Trächtigkeitsmonat infiziert wurde. Während der gesamten Trächtigkeit sind Abort und Geburtsdefekte möglich.

BVD-PI-Tiere sind ein Infektionsreservoir
Eine häufige Folge einer pränatalen Infektion mit einem Mitglied dieser Virusgattung ist die Geburt infizierter Nachkommen, die eine permanente Immuntoleranz besitzen (BVD-persistente Infektion (BVD-PI)), wodurch das Virus in der ganzen Herde verbreitet wird. BVD-PI-Tiere (d. h. solche, die zwischen dem zweiten und vierten Trächtigkeitsmonat infiziert wurden) sind zeitlebens Träger des Virus und scheiden andauernd große Mengen von Virenpartikeln ab. Diese Gruppe stellt daher eine wesentliche Infektionsquelle für den Rest der Herde dar. Außerdem bekommen BVD-PI-Tiere früher oder später die tödliche Form der BVD, die Schleimhautkrankheit (MD). Die Anzahl der BVD-PI-Tiere in einer infizierten Herde ist in der Größenordnung von 1 % (allerdings kann der Anteil bis zu 27 % betragen) und die Erkennung dieser Tiere ist primordial für die Kontrolle der Pestivirus -Erkrankung.

Gesetzliche Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich, und Produkte können unter Umständen in Ihrem geografischen Gebiet nicht erhältlich sein.

Bovine Virusdiarrhö (BVD)Seitenanfang

Epidemiologie
Das BVD-Virus ist ein kleines, einzelsträngiges RNA-Virus der Gattung Pestivirus. Zu dieser Gattung gehören zwei weitere Tierviren: das Virus, das bei Schafen Border Disease (BD) verursacht, und das Virus, das die klassische Schweinepest (CSF) bei Schweinen hervorruft+++. Das Bovine Virusdiarrhö (BVD)-Virus wurde erstmals 1946 identifiziert. Die Krankheit tritt weltweit auf, wobei die Prävalenz bei dem Virus ausgesetzten Tieren in unterschiedlichen Ländern und Regionen zwischen 30 und 80 % liegt.

BVD beeinträchtigt die Fruchtbarkeit der Herde
Die Infektion kompromittiert die Fruchtbarkeit der Herde und leitet nach dem Tod des Embryos eine erneute Brunst ein, wenn die Kuh zwischen dem ersten und zweiten Trächtigkeitsmonat infiziert wurde. Während der gesamten Trächtigkeit sind Abort und Geburtsdefekte möglich.

BVD-PI-Tiere als Infektionsreservoir
Eine häufige Folge einer pränatalen Infektion mit einem Mitglied dieser Virusgattung ist die Geburt infizierter Nachkommen, die eine permanente Immuntoleranz besitzen (BVD-persistente Infektion (BVD-PI)), wodurch das Virus in der ganzen Herde verbreitet wird. BVD-PI-Tiere (d. h. solche, die zwischen dem zweiten und vierten Trächtigkeitsmonat infiziert wurden) sind zeitlebens Träger des Virus und scheiden andauernd große Mengen von Virenpartikeln ab. Diese Gruppe stellt daher eine wesentliche Infektionsquelle für den Rest der Herde dar. Außerdem bekommen BVD-PI-Tiere früher oder später die tödliche Form der BVD, die Schleimhautkrankheit (MD). Die Anzahl der BVD-PI-Tiere in einer infizierten Herde ist in der Größenordnung von 1 % (allerdings kann der Anteil bis zu 27 % betragen) und die Erkennung dieser Tiere ist primordial für die Kontrolle der Pestivirus -Erkrankung.

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BrucelloseSeitenanfang

Überblick
Brucellose ist eine Infektionskrankheit, die von Bakterien der Gattung Brucella verursacht wird. Die wichtigstenBrucella -Spezies sind: B. abortus, infiziert hauptsächlich Rinder; B. melitensis, infiziert hauptsächlich Schafe und Ziegen; und B. suis, infiziert hauptsächlich Schweine.. Diese Brucella -Spezies sind nicht wirtsspezifisch und können bei geeigneten Bedingungen auf andere Tierarten oder Menschen übertragen werden.

Brucellose wird am häufigsten durch direkten Kontakt anfälliger Tiere mit infizierten Tieren oder in einer kontaminierten Umgebung mit Ausscheidungen von infizierten Tieren übertragen. Brucellose ist daher ein Herden- oder Kleinvieh-Problem.

Brucellose ist eine meldepflichtige Krankheit und jedes Auftreten muss der örtlichen Gesundheitsbehörde gemeldet werden. Unterschiedliche Bekämpfungsprogramme sind je nach Spezies und Ansteckungsrate wirksam. Wenn die Inzidenzraten hoch sind, können Impfprogramme notwendig sein, um die Ansteckungsrate zu verringern. Sobald dies erreicht wurde, werden Überwachungsprogramme im Zusammenhang mit der Schlachtung infizierter Tiere eingeführt. Die Programme führen dann zu einem Status „Brucellosefrei“ oder „Amtlich frei von Brucellose“ für spezifische Regionen oder ganze Länder. In Europa wird die Überwachung durch die EG-Richtlinie 2003/99/EG zur Überwachung von Zoonosen und Zoonoseerregern reguliert.

Anzeichen
Häufige Symptome von Brucella -Infektionen sind reduzierte Milchproduktion, Gewichtsverlust, Aborte, Unfruchtbarkeit und Lahmheit. Die Aufnahme vonBrucella geschieht oral oder über Wunden der Haut oder der Schleimhäute. Brucella -Bakterien werden hauptsächlich über abgegangene Plazentas und Föten sowie über Sperma und Milch ausgeschieden.

Mitunter können sich Tiere von der Krankheit nach einer gewissen Zeitspanne erholen. Es ist aber häufiger der Fall, dass die Symptome verschwinden, die Erkrankung aber verbleibt. Diese asymptomatischen Tiere stellen eine gefährliche Infektionsquelle dar.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Rohe Milch und nicht pasteurisierter Käse sind die häufigsten Infektionsquellen für den Menschen. Farmer und Veterinärspersonal sind einem erhöhten Risiko einer Infektion ausgesetzt, da diese direkt mit infizierten abgegangenen Materialien in Kontakt kommen. In Menschen ist die Krankheit normalerweise nicht tödlich, kann sich aber über Jahre hinausziehen, wenn sie nicht behandelt wird.

Die Inkubationszeit liegt normalerweise bei 1 bis 3 Wochen, kann aber auch manchmal auch mehrere Monate betragen. Patienten zeigen nicht-spezifische Symptome, wie z. B. schubweise Fieberanfälle, Schüttelfrost, Unwohlsein und Kopfschmerzen.

Wirtschaftliche Auswirkung
Brucellose ist ein schwerwiegendes Problem für die Gesundheit von Mensch und Tier in vielen Regionen der Welt. Auch wenn die Krankheit nur selten die infizierten Tiere tötet, ist Brucellose die schwerwiegendste Nutzvieh-Erkrankung weltweit, wenn man den verursachten wirtschaftlichen Schaden in Betracht zieht.

Diese Zoonose wurde in einigen Ländern ganz oder teilweise ausgerottet, kommt aber immer noch in der Mittelmeerregion, Afrika, Asien und Südamerika vor.

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Caprine Arthritis-Enzephalitis (CAE) Seitenanfang

Epidemiologie
CAE und Maedi-Visna sind hartnäckige Virusinfektionen, die nur nah verwandte Lentiviren der Retroviridae -Familie verursacht werden. Auch wenn nur wenige Fälle von Interspezies-Übertragung dokumentiert wurden, kann CAEV Schafe und Maedi-Visna Ziegen infizieren.

Die Infektion wird sehr früh an das Lamm oder Kitz über die Mutter über das Kolostral oder die Milch oder über Atemwegssekrete infizierter Tiere übertragen. Das Lamm oder Kitz ist nun ein ständiger Krankheitsträger und kann den Virus für den Rest seines Lebens auf die Herde übertragen.

Anzeichen
CAE ist eine Krankheit, die Ziegen befällt und Arthritis und Mastitis in erwachsenen Tieren und Enzephalitis in jüngeren Tieren verursacht. Maedi-Visna befällt Schafe und verursacht Kurzatmigkeit oder Atemnot, Arthritis und Gewichtsverlust. Zusätzlich können manche Schafe Läsionen unterschiedliche Schwere in den Lungen oder an den Eutern entwickeln. CAEV und Maedi-Visna sind nah verwandte Viren.

Vorkommen
Auch wenn ovine Lentiviren in den meisten Ländern, in denen Schafe gehalten werden (mit Ausnahme von Australien und Neuseeland) identifiziert wurden, ist CAEV in industrialisierten Ländern mehr verbreitet.

Der krankheitsfreie Status erfordert serologische Tests
Serologisches Screening nach beiden Viren ist für die Zertifizierung von Züchtungseinrichtungen für Ziegen und Schafe erforderlich. Symptome werden nur in einem Bruchteil der seropositiven Tiere (9 % bis 38 %, je nach Studie) beobachtet.

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ChlamydioseSeitenanfang

Bei Wiederkäuern ist Chlamydiose eine ansteckende Krankheit, die durch Bakterien, die auch Vögel und Menschen infizieren, hervorgerufen wird. Die Krankheit kann bei Wiederkäuern zu Aborten, Frühgeburten, Lungenentzündung, Konjunktivitis und Arthritis führen. Die Infektion kann auf Neugeborene, Jungtiere oder ausgewachsene Wiederkäuer durch die große Zahl der Bakterien, die über die Fruchtblase und das Fruchtwasser, Fäkalien, Urin und Milch abgegeben werden, übertragen werden. Allerdings ist die Haupinfektionsquelle über die Inhalierung kontaminierter Aerosole. DieChlamydia -Taxonomie wurde durch Everett im Jahr 1999 revidiert. In dieser neuen Klassifizierung werden die Spezien in zwei Hauptgattungen eingeteilt:

  • Die Gattung Chlamydia, die C. trachomatis (Menschen), C. suis (Schweine) und C. muridarum (Mäuse und Hamster) umfasst.
  • Die Gattung Chlamydophila, die aus sechs Spezien besteht: Cp. abortus (Säugetiere), Cp. psittaci (Vögel), Cp. felis (Katzen), Cp. caviae (Meerschweinchen), Cp. pecorum (Säugetiere) und Cp. pneumoniae (Menschen).

Bei Wiederkäuern wurden zwei Spezies entdeckt: Cp. abortus (verursacht Aborte) und Cp. pecorum (verursacht asymptomatische Darmentzündungen, Pneumonie, Konjunktivitis, Arthritis, Aborte und Unfruchtbarkeit). Bei schwangeren Frauen kann C. abortus Aborte mit schweren Komplikationen verursachen.

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Clostridium perfringensSeitenanfang

Überblick
Clostridium perfringens ist ein sporenformendes, anaerobisches Bakterium, das hauptsächlich im Boden und dem Verdauungstrakt verschiedener domestizierter Tiere gefunden wird und in sechs eindeutige Typen (A, B, C, D, E und F) Kategorien eingeteilt wird, wobei Typ B, C und D die häufigsten Formen der Krankheit sind.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine kleine Anzahl an C. perfringens den Verdauungstrakt eines Tieres bewohnt und passiert, ohne dass die Krankheit ausbricht. Wird das Tier aber plötzlich einer erhöhten Menge an Kohlenhydraten (Milch, Kraftfutter, usw.) ausgesetzt, kann sich C. perfringens schnell vermehren, wobei eine hohe Menge an Toxinen produziert wird, die oft schnell zum Tod führen.

Typ-B, auch als Lämmerdysenterie bekannt, zeigt eine hohe Mortalitätsrate bei jungen Lämmern und wird auch mit der Erkrankung in jungen Kälbern in Zusammenhang gebracht.

Typ-C befällt normalerweise Rinder, kleine Wiederkäuer und Schweine, bei denen es zu hämorrhagischer und nekrotischer Enteritis beiträgt.

Typ-D, auch als „Breinierenkrankheit“ oder "„Überfressen“ bekannt, befällt kleine Wiederkäuer und Rinder. C. perfringens Typ-A und Typ-C kann auch Enterokolitis (Anschwellen des Dick- und Dünndarms) bei Fohlen hervorrufen, wobei Arbeitspferd-Rassen wie z. B. das Quarter Horse, am anfälligsten sind.

Anzeichen
Aufgrund der Aggressivität und des schnellen Eintreten des Todes kann es sehr schwer sein, klinische Anzeichen in einem infizierten Tier zu beobachten. Bei näherer Untersuchung eines Tieres vor Eintreten des Todes kann die C. perfringens -Infektion von einer Reihe von Zeichen begleitet sein, wie Erregtheit, Kreisen, Kopfpressen, Krämpfe, Teilnahmslosigkeit, Diarrhö, Kolik oder Desinteresse am Säugen.

Risiken für die menschliche Gesundheit
C. perfringens scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

KryptosporidioseSeitenanfang

Überblick
Kryptosporidiose wird durch mikroskopische Darmparasiten verursacht, die über die Fäkalien eines infizierten Tieres ausgeschieden werden. Die weltweit vorkommenden Parasiten bewirken gewöhnlich in Verbindung mit weiteren Enteropathogenen Diarrhö und Darmverletzungen bei neonatalen Nutztieren wie Ferkeln, Zicklein, Lämmern und Fohlen.

Studien haben gezeigt, dass gleichzeitige Infektionen mit anderen Pathogenen, wie Coronavirus und Rotavirus, zu noch schwererer Diarrhö führen kann. Die Mortalitätsraten bei Kryptosporidiose sind zwar gewöhnlich gering, es kann jedoch durch andere Faktoren zu Komplikationen kommen, die zum Tode führen können, wie etwa bei Energiedefizit aufgrund einer geringen Aufnahme von Kolostrum oder Milch, gleichzeitigen Infektionen oder Unterkühlung bei schlechtem Wetter.

Die Übertragung der Krankheit erfolgt direkt von Tier zu Tier oder indirekt durch Umgebungskontamination, fäkale Kontamination der Wasser- oder Futterversorgung oder durch über den Menschen. Bei Kälbern kann die Infektion bereits 5 Tage nach der Geburt festgestellt werden; Diarrhö setzt zwischen dem 5. und 15. Tag ein.

Bei kleinen Wiederkäuern kann die Infektion mit schweren Anfällen von Diarrhö verbunden sein, was bei 4 bis 10 Tage alten Lämmern und 5 bis 21 Tage alten Zicklein zu hohen Mortalitätsraten führt.

Obwohl Kryptosporidiose im Allgemeinen nicht als bedeutendes enterisches Pathogen bei Schweinen gilt, kann die Infektion über einen breiteren Altersbereich hinweg (1 Woche bis zum Schlachtalter) beobachtet werden und kann bei infizierten Schweinen ein Faktor bei der malabsorptiven Diarrhö nach dem Absetzen sein.

Bei Fohlen ist Kryptosporidiose weniger prävalent. Auftretende Infektionen kommen typischerweise im Alter von 5 bis 8 Wochen vor.

Anzeichen
Zu den Zeichen der Cryptosporidiose gehören mehrtägige Diarrhö, deutliche Gewichtsabnahme, Auszehrung, Apathie, Anorexie und Dehydrierung.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Cryptosporidium kann bei immunkompetenten Personen (z. B. Kindern) eine häufige nicht-virale Ursache der Diarrhö darstellen und sich schwer auf die Gesundheit von immungeschwächten Personen auswirken. Infizierte Tiere können die Krankheit direkt auf den Menschen übertragen. Außerdem besteht das Risiko, dass Kryptosporidiose über mit den Fäkalien eines infizierten Tieres kontaminiertes Oberflächen- und Trinkwasser übertragen werden kann.

Fasciola hepaticaSeitenanfang

Überblick
Fasciola hepatica wird weltweit bei einer großen Vielfalt an Wirtstieren beobachtet, einschließlich Rindern und Schafen, bei denen die Infektion in drei unterschiedlichen Formen auftritt: chronisch, was bei Schafen zu einer hohen Mortalitätsrate beiträgt, bei Rindern jedoch wenig Todesfälle verursacht; akut, was bei Schafen oft tödlich verläuft; sowie in Kombination mit einer sekundären Infektion wie infektiöse nekrotisierende Hepatitis, was bei Schafen oft den Tod zu Folge hat.

Die Krankheit wird durch Ingestion von Wasservegetation übertragen, die aus infizierten Schlammschnecken (Lymnaeidae) geschlüpfte enzystierte Cercariae enthält. Im Anschluss an die Ingestion werden junge Egel in das Duodenum des Tieres freigesetzt, die zur Leber wandern und sich schließlich mehrere Wochen im Parenchym aufhalten, wo sie heranwachsen und das Gewebe zerstören.

Die meisten Egel werden von Rindern innerhalb von <6 Monaten abgesondert; bei Schafen können adulte Egel jedoch mehrere Jahre im Gallengang überleben.

Anzeichen
In Fällen akuter Fasziolose können die Zeichen einen aufgetriebenen Leib, Anämie und plötzlichen Tod umfassen, der gewöhnlich innerhalb von 6 Wochen nach der Infektion eintritt. Zu den subakuten Krankheitszeichen zählen gewöhnlich Anämie und Hämorrhagie, die 7 bis 10 Wochen nach der Infektion zum Tod führen.

Anämie, Ödem und verringerte Laktation können Zeichen einer chronischen Fasziolose sein.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Fasziolose kann durch Ingestion von kontaminiertem Trinkwasser und Süßwasserpflanzen in endemischen Gebieten oder durch den Verzehr von unzureichend gebratener Schafsleber übertragen werden. Nachdem infiziertes Material ingestiert wurde, enzystieren sich Cercariae im Duodenum, entwickeln sich zu Larven und wandern schließlich durch das Lebergewebe hindurch in den Gallengang.

Wirtschaftliche Auswirkung
Leberegel können signifikante wirtschaftliche Folgen haben, da sie sowohl bei Rindern als auch bei Schafen Futtereffizienz, Wachstum und Fruchtbarkeit stark beeinträchtigen.

Maul- und Klauenseuche (MKS)Verzeichnis

Überblick
Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die alle paarhufigen Tiere befällt und ist auf der ganzen Welt verbreitet. MKS kann klinisch nicht von anderen vesikulären Krankheiten wie der vesikulären Schweinekrankheit (SVD) unterschieden werden.

Das Virus gehört zu der Gattung der Aphtoviren und zur Familie der Picornaviridae. Es gibt sieben Serotypen des MKS-Virus: O, A, C, SAT 1, SAT 2, SAT 3 und Asia 1. Die Infektion mit einem Serotyp verleiht keine Immunität gegenüber Viren eines der anderen Serotypen.

Unter den domestizierten Arten sind Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen anfällig für MKS.

Anzeichen
Klinische Zeichen von MKS sind das Auftreten von Vesikeln (kleine Bläschen) an den Füßen, in und rund um die Mundhöhle und bei weiblichen Tieren auf den Milchdrüsen. Vesikel können auch in den Nasenlöchern sowie an Druckpunkten an den Gliedmaßen auftreten. Das gilt insbesondere für Schweine.

Die Übertragung tritt durch Kontakt mit infizierten und anfälligen Tieren auf. Das Virus kann während der akuten Infektionsphase in die Luft ausgeschieden werden.

Risiken für die menschliche Gesundheit
MKS scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

Wirtschaftliche Auswirkung
Das Auftreten von MKS ist durch die Ausmerzung der Tierbestände und durch die Restriktionen für den Fleischexport aus den betroffenen Gebieten eine sehr ernste wirtschaftliche Bedrohung für die Nutztierindustrie.

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Maedi-VisnaSeitenanfang

Überblick
Maedi-Visna (MV), ovine progressive Pneumonie (OPP) und caprine Arthritis-Enzephalitis (CAE) sind chronische Krankheiten bei Schafen und Ziegen, die typischerweise zusammen als Kleinwiederkäuer-Lentiviren (SRLVs) bezeichnet werden. Maedi-Visa ist der isländische Name, der zwei der Symptome des MV-Virus beschreibt. „Maedi“ bedeutet „Atemnot“ und hängt mit der interstitiellen Pneumonie, die bei der Krankheit entsteht, zusammen; „Visna“ bedeutet „Auszehrung“ und ist ein Symptom der lähmenden Meningoenzephalitis.

Ovine Lentiviren wurden weltweit in Ländern mit Schafhaltung entdeckt, mit der Ausnahme von Neuseeland und Australien. CAEV ist hauptsächlich in industrialisierten Ländern verbreitet, was sich mit dem internationalen Transport von Milchziegen (europäische Rassen) überschneidet.

Das Virus befällt alle Schaf- und Ziegenrassen, allerdings haben Studien gezeigt, dass einige Rassen eine größere Resistenz gegen Lentivirusinfektionen aufweisen könnten. Die Übertragung von MV und CAEV erfolgt hauptsächlich oral durch Aufnahme von infiziertem Kolostrum oder infizierter Milch oder durch Einatmung von infizierten Aerosoltröpfchen.

Anzeichen
Die vorwiegenden Anzeichen eines klinisch befallenen Schafs sind Auszehrung und Atemnot, wobei Polyarthritis das überwiegende Anzeichen bei Ziegen ist. Fieber, Husten und bronchiale Ausscheidungen sind mögliche, aber selten beobachtete Anzeichen, solange keine sekundäre bakterielle Infektion vorliegt. Kreisen, Muskelzittern und Lähmung stehen typischerweise im Zusammenhang mit der enzephalitischen Form des Virus.

Risiken für die menschliche Gesundheit
MV scheint kein Zoonoserisiko aufzuweisen.

Wirtschaftliche Auswirkung
Bekämpfungsprogramme haben bei der Verringerung der MV-Vorfälle in einigen Ländern geholfen, allerdings ist die Krankheit in einigen Teilen der Welt immer noch weit verbreitet. In einigen Gebieten der USA können die Infektionsraten von Schafen bei über 50 % liegen. Staaten im Westen und Mittleren Westen melden einige der höchsten Raten. Infektionen sind normalerweise asymptomatisch. Sobald klinische Anzeichen auftreten ist MV typischerweise progressiv und tödlich.

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Q-FieberSeitenanfang

Epidemiologie
Q (Query)-Fieber ist eine ubiquitäre Zoonose, die weltweit (mit Ausnahme von Neuseeland) vorkommt. Es wird von Coxiella burnetiiverursacht, einem obligaten intrazellulären Bakterium, das viele verschiedene Tierspezies, z. B. Wiederkäuer, Hunde, Katzen, Vögel und Arthropoden, sowie den Menschen befallen kann. Bei Wiederkäuern (die als Hauptreservoir für die Infektion von Menschen gelten) steht die Krankheit vor allem mit einer reproduktiven Dysfunktion in Verbindung. Sie verläuft gewöhnlich asymptomatisch und wird normalerweise nicht gescreent, es sei denn, ein Tier hat mehrmals abortiert oder weist Fortpflanzungsprobleme auf. Coxiella burnetii besiedelt die Plazenta und verursacht Frühgeburten, geringes Geburtsgewicht und Abort.

Auswirkungen von Q-Fieber auf den Menschen
Der Hauptinfektionsweg beim Menschen ist die Inhalation kontaminierter Aerosole; schwangere Frauen sollten außerdem vom Genuss von Rohmilch und Rohmilchprodukten absehen. Q-Fieber bleibt oft unbemerkt, da es fälschlicherweise für ein Influenza-ähnliches Syndrom gehalten werden kann. Die Folgen können für schwangere Frauen (Abort oder Frühgeburt) und für immungeschwächte Personen oder Patienten mit Herzklappenkrankheit schwerwiegend sein.

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NeosporoseSeitenanfang

Epidemiologie
Neospora caninum ist ein einzelliger Parasit, der erstmals bei Hunden entdeckt wurde, in denen er Myositis und Enzephalitis verursacht. In den 1990er Jahren wurde jedoch beobachtet, dass Neospora eine Hauptursache von Aborten bei Kühen darstellte, die gewöhnlich zwischen dem vierten und siebten Trächtigkeitsmonat eintraten. Abhängig von der Anzahl der infizierten Kühe in der Herde liegt die Abortrate bei 5 %bis 30 %; die höheren Raten sind durch serielle Aborte, die in weniger als einem Monat auftreten, charakterisiert.

Transmission
Es ist nicht eindeutig bekannt, wie der Parasit übertragen wird. Da mindestens 80 % der Kälber seropositiver Kühe infiziert sind, wird angenommen, dass er hauptsächlich vom Muttertier an die Nachkommen übertragen wird. Außerdem wurde darauf hingedeutet, dass Hunde an der Übertragung von Neospora auf Rinder beteiligt sein könnten. Diese Infektion ist auf allen Kontinenten bekannt und stellt in manchen Ländern die Hauptursache für Aborte bei Rindern dar (noch vor BVD und IBR).

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Paratuberkulose (MAP/Johnesche Krankheit)Seitenanfang

Überblick
Paratuberkulose, auch Johnesche Krankheit genannt, wird durch die Anwesenheit von Myobacterium avium spp. paratuberculosis im Dünndarm von Wiederkäuern hervorgerufen. Es handelt sich dabei um ein weltweit verbreitetes Problem, das insbesondere Herden von Fleisch- und Milchrindern befällt.

Paratuberkulose ist eine chronisch schwächende Enteritis, die in einer Tierherde ernste Auswirkungen auf die Produktion haben kann.

Die Diagnose einer klinischen Infektion wird gewöhnlich durch Nachweis des verursachenden Organismus, M. avium ssp. paratuberculosis, in den Fäkalien oder im Darmgewebe nach einer Obduktion bestätigt. Schwieriger ist die Identifizierung einer subklinischen Erkrankung bei Tieren, die den Erreger über einen langen Zeitraum hinweg absondern und somit andere Tiere in der Herde anstecken können. Die Prävalenz der bovinen Paratuberkulose in Europa ist von Land zu Land unterschiedlich und liegt bei 7 % bis 55 %.

Anzeichen
Die Symptome – Chronische Darmentzündung, mesenterische Lymphknotenläsionen, Diarrhö, Gewichtsverlust und Ödem – treten gewöhnlich bei über 2 Jahre alten Tieren mit fortgeschrittenem Krankheitsstadium auf.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Das die Paratuberkulose verursachende Bakterium, M. avium ssp. paratuberculosis, kann die Pasteurisierung von Milch und Milchprodukten überleben und daher potentiell ein Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen. Zunehmende wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass es eine Verbindung zwischen Paratuberkulose in Milchviehherden und Morbus Crohn beim Menschen gibt. Morbus Crohn ist eine unheilbare, chronisch-entzündliche Darmerkrankung.

Wirtschaftliche Auswirkung
Paratuberkulose bei Nutztieren kann aufgrund mehrerer Faktoren wesentliche wirtschaftliche Verluste verursachen. Dazu zählen verringerte Produktion, frühzeitige Keulung und Kosten für veterinärmedizinische Betreuung. In den USA erregt Paratuberkulose in der Rinderindustrie anwachsende Besorgnis, da sie sich auf die internationale Vermarktung von Rindern und Rinderprodukten auswirkt und wirtschaftliche Verluste für die Produzenten verursacht. Aufgrund dessen wurde bezüglich der Johneschen Krankheit ein freiwilliger Herdenstatusplan für Rinder (Voluntary Johne's Disease Herd Status Program for Cattle; VJDHSP) ins Leben gerufen. Im April 2002 nahm der USDA-APHIS-Veterinary Service Teile dieser Initiative in seine Normen für nationale Programme auf.

In der Europäischen Union gibt es zwar keine offiziellen Programme; es gelten jedoch länderspezifische Richtlinien.

Australien verfügt über eine nationales Kontrollprogramm für Johnesche Krankheit (National Johne’s Disease Control Program; NJDCP), das darauf abzielt, die Ausbreitung und Auswirkungen der Johneschen Krankheit zu reduzieren. Es handelt sich dabei um ein kooperatives Programm, an dem die australischen Nutztierbranchen, der Staat und die Veterinärmedizin beteiligt sind. Das Programm wird im Auftrag der wichtigsten Interessenvertreter von Animal Health Australia verwaltet.

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Neonatale GastroenteritisSeitenanfang

Epidemiologie
Diarrhö ist eine der Haupttodesursachen bei Kälbern und anderen jungen Wiederkäuern. Diese Art der neonatalen Gastroenteritis wird von Mikroorganismen verursacht, die aufgenommen werden und den Darm erreichen. Viele verschiedene Mikroorganismen können neonatale Diarrhö verursachen, einschließlich von Viren (Rotavirus, Coronavirus), Bakterien (Salmonella, Enterotoxin-bildendes Escherichia coli K99) sowie Einzeller (Cryptosporidium parvum, Coccidia).

Anzeichen
Eine virale Infektion ebnet oft den Weg für eine bakterielle Superinfektion, die das Problem verschlimmert und so das Endergebnis bestimmt. Die ersten Anzeichen von Diarrhö sind Appetitverlust, Zusammenziehen und Anspannung des Bauches sowie Lethargie. Bei Tieren kann Diarrhö schnell zu Dehydrierung gefolgt von Lähmung, Kreislaufversagen und Tod führen.

Labortests sind für eine Diagnose erforderlich
Der Erreger der Diarrhö bei Kälbern kann nicht aufgrund der Symptome alleine identifiziert werden; Labortests sind erforderlich. Die beste Prophylaxe gegen neonatale Diarrhö ist, zu gewährleisten, dass das Kalb nach der Geburt so schnell wie möglich eine ausreichende Menge an Kolostrum erhält.

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Ovines Herpesvirus Typ 2 (Bösartiges Katarrhalfieber)Seitenanfang

Epidemiologie
Bösartiges Katarrhalfieber ist eine Krankheit, die bei großen Wiederkäuern und Schweinen auftritt, durch hohes Fieber gekennzeichnet ist und normalerweise tödlich ist. Bösartiges Katarrhalfieber wird durch einen Virus der Gattung Rhadinovirus (Familie der Herpesviridae) und ist einer von zwei verschiedenen Gammaherpesviren. Der natürliche Wirt des Alcelaphinen Herpesvirus Typ 1 (AIHV-1) ist das Gnu, bei dem die Infektion latent ist. Die Krankheit ist in verschiedenen Teilen Afrikas und in vielen verschiedenen Arten von Wiederkäuern in zoologischen Parks verbreitet. Das ovine Herpesvirus 2 (OvHV-2) ist bei allen Rassen domestizierter Schafe prävalent, bei denen es subklinische Infektionen verursacht.

Anzeichen
Die Krankheit ist in den meisten Teilen der Welt verbreitet und ihre klinische Manifestation kann enorm variieren, von einer akuten Form mit schwachen Symptomen bis zu einer mehr typischen Form mit hohem Fieber, erosiver Geschwürbildung der Magen- und Darmschleimhaut, Keratoconjunctivitis mit Hornhauttrübung und Nasenausfluss.

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Rifttalfieber (RVF)Seitenanfang

Überblick
Rifttalfieber (RVF) wird als Bunyavirus kategorisiert und ist eine akute zoonotische Krankheit, die Wiederkäuer auf der Arabischen Halbinsel, in Afrika und Madagaskar befällt. Während einer Epidemie können hohe Abortraten sowie hohe Mortalitätsraten bei Jungtieren auftreten, während Menschen oft an grippeähnlichen Erkrankungen leiden.

RVF kann durch die Migration mit dem Virus infizierter Tiere oder über verschiedene Spezies vom Wind getragener Stechmücken übertragen werden. Die Inzidenz von RVF erreicht ihren Höhepunkt im Allgemeinen während der Sommermonate; bei den ersten Anzeichen von Frost verschwinden normalerweise sowohl die Vektorinsekten als auch die Krankheit. In wärmeren Regionen können die Vektoren und die Krankheit das ganze Jahr über vorliegen.

Anzeichen
Zu den häufigsten Zeichen von RVF gehören Lethargie, Fieber, Fressunlust, Leibschmerzen, Hepatitis und Diarrhö. In manchen Fällen ist Abort das einzige Zeichen einer Infektion, das an einem Tier zu erkennen ist.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Menschen können sich durch Kontakt mit infiziertem Tiergewebe oder abortierten Föten sowie durch Mückenstiche oder durch bei der Schlachtung eines infizierten Tieres entstehende Blutaerosole infizieren.

RotavirusSeitenanfang

Überblick
Das Rinder-Rotavirus gehört zur Virenfamilie Reoviridae und trägt zusammen mit dem Coronavirus zu >50 % aller Diarrhöprobleme bei Kälbern bei. Das Rotavirus kommt in Rinderherden häufig vor, und auch andere Tiere, wie Schweine, Hühner, Schafe, Pferde und Kaninchen sind für die Krankheit anfällig.

Das Virus dringt durch den Dünndarm ein, wo es die Zotten angreift und die effiziente Absorption der Nahrung in den Körper des Tieres erschwert. Dieser Zustand führt zu Wasserverlust aus Epithelzellen und dem Körper, was Dehydrierung und bei signifikanter Dehydrierung und Auszehrung potentiell den Tod zur Folge hat.

Die Übertragung erfolgt im Allgemeinen, wenn ein nicht betroffenes Tier oralen Kontakt mit infizierten Fäkalien oder kontaminiertem Futter hat, oder sich in Stallungen aufhält, in denen schlechte hygienische Bedingungen herrschen. Kühe mit Krankheitszeichen und Symptomen können das Virus bis zu einer Woche lang absondern; einige Kühe können sich erneut infizieren, bleiben asymptomatisch und sondern das Virus über ihre gesamte Lebenszeit ab.

Anzeichen
Das Hauptanzeichen für Rotavirus ist eine wässrige,meist gelbe Diarrhö, die Schleim, Blut oder beides enthält. Zusätzlich kann das Tier lethargisch werden und an Trinken und Fressen nicht interessiert sein, was je nach Tier und Umständen zu einer schwerwiegenden Dehydrierung führen kann.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Bovine und humane Rotavirus-Stämme sind wirtsspezifisch und stellen kein Übertragungsrisiko von einer Spezies auf eine andere dar.

Wirtschaftliche Auswirkung
Signifikante wirtschaftliche Verluste können aufgrund der höheren Morbidität und Mortalität bei neonatalen Wiederkäuern, der Behandlungskosten und der reduzierten Wachstumsrate auftreten.

Schmallenberg-VirusSeitenanfang

Epidemiologie
Das Schmallenberg-Virus gehört zur Bunyaviridae -Familie, Genus Orthobunyaviridae und ist nahe mit den Akabane-, Aino- and Shamonda-Viren verwandt. Das Virus wurde zuerst in Deutschland im November 2011 identifiziert. Es wurde in einigen Proben von bovinen und ovinen Wirten mit atypischen Symptomen, die für keine der zu der Zeit bekannten Krankheiten charakteristisch waren, gefunden.

Anzeichen
Das Virus induziert schwache klinische Symptome, die gesamte Gesundheit des Tieres beeinflussen, wie z. B. Hyperthermie, Appetitverlust, reduzierte Milchproduktion und in manchen Fällen Diarrhö. Infizierung weiblicher Wiederkäuer während der Trächtigkeit kann zu missgebildeten Tieren (z. B. Hydrocephalus) führen.

Diagnostik
Der Nachweis des Virus wird am besten am Gehirn eines abgegangenen Fötus durchgeführt, das Virus kann aber auch im Blut, Serum und der Milz nachgewiesen werden (FLI – Deutsches Nationales Referenzlabor).

ToxoplasmoseSeitenanfang

Überblick
Toxoplasmose wird durch den einzelligen Parasiten Toxoplasma gondiiverursacht, der zur Familie der Sarcocystiidae gehört. Toxoplasmose-Infektionen sind beim Menschen und anderen Warmblütern, einschließlich von Schweinen, Schafen und Ziegen, weit verbreitet. Toxoplasmose kommt weltweit vor; die Verbreitung in humanen und Tierpopulationen variiert stark je nach Land.

Infektionen treten in Folge des Verzehrs von rohem oder nicht garem Fleisch auf, das Gewebezysten und Tachyzoiten enthält, oder von Wasser oder Nahrung, die mit Oozysten kontaminiert sind, auf. Fleisch und Fleischprodukte, die mit Toxoplasma infiziert sind, werden als maßgebliche Infektionsquelle für den Menschen angesehen.

Anzeichen
Klinische Anzeichen umfassen Fieber, Diarrhö, Husten, Dyspnoe, Ikterus, Krämpfe und Tod. T gondii ist auch eine entscheidende Ursache für Aborte und Totgeburten bei Schafen und Ziegen, manchmal auch bei Schweinen. Nach der Infizierung des Mutterschafs verbreiten sich Tachyzoiten über das Blut in die Plazentalappen und verursachen Nekrose. Tachyzoiten können auch in den Fötus gelangen und dort Nekrose in verschiedenen Organen verursachen.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Beim Menschen sind Toxoplasma-Infektionen meist asymptotisch. Klinische Anzeichen sind hauptsächlich bei immunsupprimierten Personen bekannt, bei denen die Infektion eine schwerwiegende neurologische Erkrankung verursachen kann. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass immunokompetente Personen klinische Toxoplasmose doch häufiger als bisher gedacht entwickeln. Das Gremium Gremium für biologische Gefahren vertritt die Auffassung, das Toxoplasmose in der EG eine Krankheit mit hoher Dunkelziffer ist (The EFSA Journal 2007; 583: 1-64) und hat unlängst die folgende Einstufung vorgenommen: „Toxoplasma gondii and pathogenic verocytotoxin-producing Escherichia coli (VTEC) as the most relevant biological hazards for meat inspection of sheep and goats“ (The EFSA Journal 2013; 11(6): 3265).

Das Emerging Pathogens Institute der Universität Florida stuft Toxoplasmose als Nummer 2 auf der Liste der Belastungen für die öffentliche Gesundheit durch lebensmittelbedingte Infektionen in der folgenden Veröffentlichung ein: „Ranking the Risks: The 10 Pathogen-Food Combinations with the Greatest Burden on Public Health.”

Wirtschaftliche Auswirkung
Aufgrund des Infektionsrisikos für Menschen kann die Fleischindustrie beim Auftreten einer Toxoplasma-Infektion schwer betroffen sein. Überwachung und Diagnose infizierter Schweine-, Schaf- und Ziegen-Herden kann sehr leicht durch das Prüfen auf Toxoplasma- Antikörper im Serum, Plasma oder im Fleischsaft erreicht werden.

Toxoplasma verursacht in kleinen Wiederkäuern Verluste für die Herde aufgrund von Aborten, Totgeburten oder Geburten schwacher Lämmer. Die Einführung geeigneter Maßnahmen - basierend auf den Testergebnissen, kann den Gesundheitszustand der Herde signifikant verbessern.

Gesetzliche Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich, und Produkte können unter Umständen in Ihrem geografischen Gebiet nicht erhältlich sein.

Transmissible spongiforme Enzephalopathie (TSE)Seitenanfang

Überblick
Transmissible spongiforme Encephalopathien (TSE) sind infektiöse Erkrankungen des Gehirns, die Tierarten in verschiedenen Formen befallen, wie z. B. bovine spongiforme Encephalopathie (Rinder), Scrapie (Ziegen und Schafe) und Chronic Wasting Disease (Hirsche). Die Krankheiten werden durch modifizierte Prion-Proteine, die resistent gegen Chemikalien und Hitze sind, verursacht. Sie lassen sich nur sehr schwer biologisch zersetzen und überleben mehrere Jahre im Boden.

Erkrankungen werden weltweit gemeldet, wobei Bovine Spongiforme Encephalopathie (BSE) am häufigsten in Europa auftritt, während Chronic Wasting Disease (CWD) in Nordamerika prävalent ist. TSE-Erkrankungen verursachen eine langsame Degeneration des zentralen Nervensystems, was schließlich zum Tod des Tiers führt. Oft vergeht zwischen Infektion des Tiers und Auftreten der ersten Symptome eine große Zeitspanne. Rinder können beispielsweise ab dem Zeitpunkt der Infektion bis zu 6 Jahre ohne Auftreten klinischer Zeichen leben, während Schafe bis zu 4 Jahre ohne Anzeichen leben können.

Die Übertragung von BSE beim Rind erfolgt über den Verzehr von Futter mit kontaminiertem Knochen- und Fleischmehl. Die Übertragung scheint auf natürlichem Weg beim Rind nicht aufzutreten. Einige Hinweise lassen jedoch vermuten, dass ein gewisses Risiko für Kälber, die von infizierten Kühen geboren wurden, bestehen kann. Während genaue Daten zu der Pathogenese nicht bekannt sind, haben Studien nachgewiesen, dass sich der Erreger nach Eintreten durch orale Exposition in das Tier in den Peyer-Plaques des Ileum reproduziert und über periphere Nerven zum zentralen Nervensystem wandert.

Anzeichen
Klinische Zeichen von TSE-Erkrankungen sind häufig subtil und können unter anderem folgende Symptome umfassen: Nervosität, Aggressivität, tiefe Kopfhaltung, Ataxie, Zittern und verstärkte Berührungsempfindlichkeit (Hyperästhesie). Die Tiere können auch Widerwillen gegen das Melken zeigen und einen Gewichtsverlust sowie eine reduzierte Milchproduktion aufweisen.

Risiken für die menschliche Gesundheit
Menschen können durch Verzehr von Lebensmitteln, die mit boviner spongiformer Encephalopathie kontaminiert sind, eine als Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) bekannte TSE-Variante entwickeln. Es gibt Initiativen zur Beseitigung von hoch risikoreichem Rindergewebe aus der menschlichen Lebensmittelkette. Für Produkte mit Rinderproteinen (Kosmetika, Pharmazeutika usw.) wurden Maßnahmen zur Gewährleistung, dass die Rohstoffe aus BSE-freien Gebieten stammen, eingerichtet.

Wirtschaftliche Auswirkung
TSE-Erkrankungen können zu bedeutenden wirtschaftlichen Verlusten führen. Diese Verluste können durch Erlegung von mit BSE oder mit Fällen von Scrapie in Verbindung gebrachten Tieren, Zerstörung von spezifiziertem Risikomaterial (SRM) von Wiederkäuern (Rinder, Schafe und Ziegen) oder durch die Auswirkung von Exportbeschränkungen in den betroffenen Bereichen verursacht werden und können die Fleischindustrie als ganze betreffen.

Gesetzliche Bestimmungen sind von Land zu Land unterschiedlich, und Produkte können unter Umständen in Ihrem geografischen Gebiet nicht erhältlich sein.