Diffuse Reflectance
Wie funktioniert das?

Wenn ein IR-Strahl auf ein Feinpartikelmaterial gerichtet wird, kann der einfallende Strahl mit den Partikeln auf unterschiedliche Arten interagieren. Zum einen kann die Strahlung von der äußeren Oberfläche der Partikel reflektiert werden, ohne in die Partikel einzudringen. Zweitens kann das Licht mehrmals von Partikeloberflächen reflektiert werden, ohne in die Partikel einzudringen. Von einer tatsächlich diffusen Reflexion spricht man, wenn die einfallende Strahlung in ein oder mehrere Partikel der Probe eindringt und anschließend gestreut aus der Probenmatrix austritt.

Videoserie ansehen

Ein DRIFTS-Zubehörteil lenkt die IR-Energie in einen Probenbecher, der mit einem Gemisch aus der Probe und einer IR-transparenten Matrix befüllt ist (beispielsweise KBr). Die IR-Strahlung interagiert mit den Partikeln und wird dann von deren Oberflächen zurückgeworfen, so dass das Licht bei der Bewegung durch die Probe diffundiert oder gestreut wird. Der Ausgabespiegel leitet diese gestreute Energie dann zum Detektor im Spektrometer. Der Detektor zeichnet den veränderten IR-Strahl als Interferogrammsignal auf, welches für die Erzeugung eines Spektrums genutzt werden kann. Üblicherweise wird ein Hintergrundspektrum erfasst mit dem DRIFTS-Zubehör und dem Becher, der nur mit der IR-Matrix befüllt ist. Durch korrekte Probenvorbereitung können ausgezeichnete quantitative und qualitative Daten erhalten werden. Zur Gewinnung quantitativer Daten sind jedoch Transmission und ATR gegenüber der diffusen Reflexion aufgrund ihrer Weglänge zu bevorzugen.

Welche Arten von Proben können Sie analysieren?

DRIFTS wird im Allgemeinen für die Analyse organischer und anorganischer Proben verwendet, die zu einem feinen Pulver (weniger als 10 µm) vermahlen werden können und mit einer Pulvermatrix wie Kaliumbromid (KBr) vermischt werden. Übliche Probentypen sind beispielsweise:

  • Weiche Pulver und Pulvergemische
  • Tabletten
  • Starre Polymere

Das DRIFTS-Verfahren kann auch mit Siliciumcarbid-Papier zur Analyse großer widerstandsfähiger Oberflächen verwendet werden. Mit dem Siliciumcarbid-Papier kann von zahlreichen Proben eine kleine Menge für die Analyse abgerieben werden. Dieses Verfahren ist somit eine wirkungsvolle Alternative zu herkömmlichen Probenahmeverfahren für folgende Proben:

  • Farb- und Lackoberflächen
  • Tabletten
  • Starre Polymere
Welche Vorteile hat die diffuse Reflexion?
  • Geringe oder keine Probenvorbereitung – platzieren Sie die Probe einfach im Probenbecher
  • Schnelle und einfache Reinigung – Becher entleeren und zur Reinigung ausblasen oder ausspülen
  • Keine Notwendigkeit für gepresste KBr-Tabletten oder schmutzige Verreibungen – Proben werden sauber oder gestreckt mit KBr-Pulver verarbeitet

DRIFTS – Videoreihe zum Zusehen und Lernen

Grundlagen

Probenvorbereitung

Datenerfassung

HDI-Michael-Bradley-230x195

Introducing Mike

Dr. Michael Bradley received his BS degree in chemistry from the University of South Carolina and his PhD in physical chemistry from the University of Illinois, and also completed his MBA in management. He taught graduate and undergraduate chemistry for 15 years, prior to becoming a field applications scientist with Thermo Nicolet, subsequently Thermo Fisher Scientific, in 2002. He is the Global Training Manager for FTIR products.

Spectroscopy, Elemental & Isotope Analysis Resource Library

Access a targeted collection of application notes, case studies, videos, webinars and white papers covering a range of applications for Fourier Transform infrared spectroscopy, Near-infrared spectroscopy, Raman spectroscopy, Nuclear Magnetic Resonance, Ultraviolet-Visible (UV-Vis) spectrophotometry, X-Ray Fluorescence, and more.

Resources
Support
  • Knowledge Base
    Thermo Scientific Knowledge Base for Molecular Spectroscopy offers a web-based, self-help option for answering product questions, accessing documentation and resolving issues.
Share