Fallstudie

Chronisches Nierenversagen: Peritonitis, Peritonealdialyse ausschließen 

Michael R. Broyles, PharmD – Direktor Medical Affairs, Thermo Fisher Scientific 

Alter, Geschlecht:

79-jähriger Mann

Hauptbeschwerde:

Abdominalschmerzen und Wundsein, Fieber

Bedeutende medizinische Vorgeschichte:

Chronische Niereninsuffizienz, Peritonealdialyse über fünf Jahre, Autoimmunerkrankung, Hypertonie (HTN), Diabetes mellitus (DM)

 

Laborwerte bei Aufnahme:

PCT = 1,26 μg/L, Serumkreatinin = 6,8 mg/dL, Blut-Harnstoff-Stickstoff (BUN) = 30 mg/dL, Leukozytenzahl (WBC) = 12,6 x 103/µL, Neutrophilen 85,7 109/l, Laktat 2,3 mmol/L, Peritonealdialyseabfluss = klar

Aufnahmediagnose:

Peritonitis, die anschließend bestätigt wurde

Behandlung, Interventionen:

Beginn des Einsatzes von Antibiotika in der Peritonealhöhle, Vancomycin und Tobramycin mit Dosierungen, die auf die Tiefstwerte eingestellt wurden

Nachuntersuchungen:

  • Ausgangswert: PCT = 1,26 μg/L
  • 1. Tag: PCT = 0,72 μg/L
  • 2. Tag: PCT = 0,45 μg/L
  • 3. Tag: PCT = 0,45 μg/L


Auflösung:

PCT ging tendenziell um ca. 50 % pro Tag zurück.

Take-Home-Message

 

„Der normale PCT-Ausgangswert bei Nierenpatienten ist in der Regel etwas höher – in meiner Einrichtung verwenden wir 0,5 μg/L.“1 PCT ist bei Patienten mit Peritonealdialyse hilfreich, und Trendanalysen sind sehr nützlich. Beachten Sie, dass der PCT-Wert stetig um ca. 50 % pro Tag gesunken ist.

 

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Literatur
  1. Meisner M. Procalcitonin-biochemistry and clinical diagnosis. Dresden (Deutschland): UNI-MED-Verlag; 2010.