Akute Infektionen der unteren Atemwege (LRTI) umfassen die ambulant erworbene Pneumonie (CAP), die akute Bronchitis und die akut exazerbierte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (AECOPD). LRTIs werden hauptsächlich durch virale oder bakterielle Krankheitserreger verursacht.
Procalcitonin (PCT) ist ein Biomarker für die Wirtsantwort, der sensitiv und spezifisch für bakterielle Infektionen ist.2 Bei Patienten mit vermuteter oder bestätigter LRTI kann PCT helfen, eine bakterielle Infektion von anderen möglichen Ursachen zu differenzieren und die Entscheidung über die Einleitung und Dauer einer Antibiotikatherapie zu erleichtern.
Der übermäßige Einsatz und der Missbrauch von Antibiotika – beispielsweise in Fällen, in denen die Infektion viral ist oder der klinische Zustand auf nicht infektiöse Ursachen zurückzuführen sind – senken ihre Wirksamkeit und fördern die Ausbreitung resistenter Bakterien.
Es ist wichtig, die PCT-Werte beim ersten Verdacht auf eine Infektion zu messen, um die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Infektion und die Notwendigkeit einer Antibiotikatherapie zu bewerten. Dies wird auch dazu beitragen, die Schwere der Erkrankung und das Risiko für ein weiteres Fortschreiten der Erkrankung zu bestimmen. Die Überwachung der PCT-Werte hilft die Angemessenheit der Behandlung zu beurteilen und therapeutische Fehlschläge frühzeitig zu erkennen.
In Kombination mit der klinischen Beurteilung ist B·R·A·H·M·S PCT™ der einzige von der FDA zugelassene PCT- und CE-zertifizierte Assay, der bei Entscheidungen über die Einleitung und/oder den Abbruch einer Antibiotikatherapie bei Patienten mit Verdacht auf oder bestätigter LRTI hilft.5
*PCT-Werte unter 0,25 µg/L schließen eine Infektion nicht aus, da lokalisierte Infektionen (ohne systemische Zeichen) auch mit solch niedrigen Werten in Verbindung gebracht werden können. Wenn die PCT-Messung sehr früh nach Beginn des systemischen Infektionsprozesses (normalerweise < 6 Stunden) durchgeführt wird, können die Werte weiterhin niedrig sein. Die PCT-Referenzbereiche sind wertvolle Richtwerte für den Arzt, sollten jedoch immer im Kontext des klinischen Zustands des Patienten interpretiert werden. Die Antibiotikabehandlung sollte bei Verdacht auf Infektion begonnen oder fortgesetzt werden, insbesondere bei Patienten mit hohem Risiko.
*PCT-Werte können unter bestimmten Bedingungen unabhängig von einer bakteriellen Infektion erhöht sein [Link zum Verständnis von PCT „Wichtige Hinweise bei der Interpretation von PCT-Ergebnissen“]. Entscheidungen über eine Antibiotikatherapie sollten NICHT ausschließlich auf Procalcitoninkonzentrationen basieren.23
PCT reduziert nachweislich die Verschreibungsrate und -dauer von Antibiotika bei LRTI. In der multizentrischen, randomisierten kontrollierten interventionellen ProHosp-Studie (n=1359) wurden die Antibiotikadauer und die Antibiotikaverschreibungsraten in der PCT-Gruppe im Vergleich zur Standardgruppe für ambulant erworbene Pneumonie (CAP) (n=925), akute Exazerbationen der COPD (n=228) und Bronchitis (n=151) signifikant reduziert, was zu einer Gesamtreduktion der Antibiotikaexposition um 34,8 % gegenüber der Standardbehandlung führte.1
In Abschnitt XXIV: Should discontinuation of antibiotic therapy be based upon PCT levels plus clinical criteria or clinical criteria alone in patients with HAP/VAP?15
Empfehlung: For patients with HAP/VAP, we suggest using PCT levels plus clinical criteria to guide the discontinuation of antibiotic therapy, rather than clinical criteria alone.15
The WHO recognizes that in vitro diagnostics (IVDs) are essential for advancing universal health coverage, addressing health emergencies, and promoting healthier populations, which are the three strategic priorities of the Thirteenth WHO General Programme of Work, 2019-2023.17
Empfehlung: PCT to guide antibiotic therapy or discontinuation in sepsis and lower respiratory tract infection (for use only in tertiary care facilities and above)17
Empfehlung: Die Beurteilung der PCT-Werte kann bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz mit Verdacht auf eine begleitende Infektion in Betracht gezogen werden, insbesondere für die Differenzialdiagnose einer Pneumonie und als Wegweiser für die Antibiotikatherapie, falls dies in Betracht gezogen wird.18,19
Anwendung von Procalcitonin bei Patienten mit überlappenden Symptomen
Grippe positiv, bakterielle Infektion ausschließen
Herzinsuffizienz im Vergleich zu bakterieller Pneumonie