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Diagnose der Kräuterpollenallergie in der Hausarztpraxis

Article
Respiratory allergy

Veröffentlicht: Juli 2026

Fachliche Beratung: 
Gary Falcetano, PA-C, AE-C


Kräuterpollen gehören zu den Hauptursachen der saisonalen allergischen Rhinitis, einer Erkrankung, von der geschätzt bis zu 20 % der Erwachsenen weltweit betroffen sind.¹ Trotz ihrer Prävalenz ist die Diagnose der Ursache saisonaler Allergiesymptome in der Primärversorgung nicht immer einfach. 

Symptome wie Niesen, verstopfte Nase, juckende Augen und Husten können sich mit anderen Atemwegserkrankungen überschneiden, was es schwierig macht, den zugrundeliegenden Auslöser allein anhand der Symptome zu identifizieren. Die klinische Anamnese ist ein wichtiger Teil der Patientengeschichte. ImmunoCAPTM Tests für spezifisches IgE können beim Nachweis von Allergensensibilisierungen helfen und tragen zu Diagnose-, Behandlungs- und Überweisungsentscheidungen bei.2

Eine Frau mit einer Kräuterpollenallergie

Am Beginn steht die klinische Anamnese

Die klinische Anamnese bildet die Grundlage für die Beurteilung von Patienten mit Verdacht auf Kräuterpollenallergie. Zeitliches Auftreten der Symptome, Saisonalität und Umwelteinflüsse können dabei helfen, festzustellen, ob die Pollenexposition zu den Symptomen des Patienten beiträgt.2

Bei der Beurteilung von Patienten mit Verdacht auf Kräuterpollenallergie gilt es Folgendes zu beachten:

  • Zeitliches Auftreten der Symptome und Saisonalität, insbesondere bei Symptomen, die im Spätsommer oder Frühherbst wiederkehren 
  • Umwelteinflüsse, einschließlich Aufenthaltsdauer im Freien, berufsbedingter Exposition und lokaler Pollenmuster 
  • Geografische Lage, da Prävalenz und Saisonalität von Kräuterpollen je nach Region variieren
  • Respiratorische Symptome, einschließlich Pfeifatmung oder Verschlimmerung der Asthmasymptome in der Pollensaison 
  • Assoziierte Nahrungsmittelreaktionen wie Juckreiz oder Kribbeln an den Lippen, im Mund oder im Hals nach dem Verzehr bestimmter Früchte oder Gemüse, die mit einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie (auch als orales Allergiesyndrom bezeichnet) assoziiert sein können2

Die klinische Anamnese steht im Zentrum der diagnostischen Beurteilung, kann jedoch nicht immer zur Identifikation des Auslösers führen.2 ImmunoCAP Tests für spezifisches IgE können zusätzliche Informationen zur Allergensensibilisierung liefern und damit zur klinischen Entscheidungsfindung beitragen.

Erkennen einer Kräuterpollenallergie

Kräuterpollen, unter anderem von der Beifußblättrigen Ambrosie (Beifußblättriges Traubenkraut, Beifußblättrige Ambrosia), Beifuß, dem Spitzwegerich und Glaskraut, sind häufige Ursachen der saisonalen allergischen Rhinitis und können auch zu allergischen Asthmasymptomen beitragen.2 Die klinisch relevantesten Kräuterpollen variieren je nach geografischer Region und Pollensaison.

Bei Patienten mit Kräuterpollenallergie können folgende Symptome auftreten:2

  • Niesen 
  • Verstopfte Nase 
  • Laufende Nase 
  • Juckende oder tränende Augen 
  • Husten 
  • Pfeifatmung 
  • Verschlimmerung der Asthmasymptome in der Pollensaison 

Diese Symptome sind nicht allergiespezifisch und können auch bei folgenden Erkrankungen auftreten:2

  • Virale Infektionen der oberen Atemwege 
  • Nichtallergische Rhinitis 
  • Chronische Rhinosinusitis 
  • Durch andere Umwelteinflüsse ausgelöstes Asthma 

Da die Symptome allein gegebenenfalls nicht zur Identifikation des zugrundeliegenden Auslösers führen, können objektive Allergensensibilisierungstests helfen, festzustellen, ob die Sensibilisierung gegen Kräuterpollen zu den Symptomen des Patienten beitragen könnte. Zusammen mit der klinischen Anamnese liefert dies ein umfassenderes Bild und unterstützt damit die Diagnose und das Patientenmanagement.

Wie spezifische IgE-Bluttests die Diagnose der Kräuterpollenallergie unterstützen

ImmunoCAP Tests für spezifisches IgE liefern objektive Informationen zur Allergensensibilisierung und tragen damit zur klinischen Entscheidungsfindung bei.

Anhand einer routinemäßigen Blutprobe helfen die Tests, eine Sensibilisierung gegenüber klinisch relevanten Kräuterpollenallergenen nachzuweisen. Werden sie in Verbindung mit der klinischen Anamnese, den Symptomen und den saisonalen Expositionsmustern interpretiert, ermöglichen die Ergebnisse ein(e) fundiertere(s) diagnostische(s) Beurteilung und Patientenmanagement.

Verbesserung der Patientenversorgung durch Identifikation des Auslösers

Die Bestätigung von Kräuterpollen als klinisch relevanter Auslöser ermöglicht Ärzten in der Primärversorgung über die rein symptombasierte Behandlung hinaus einen gezielteren Behandlungsansatz. Der Nachweis einer Allergensensibilisierung kann zur Klärung der möglichen Auslöser saisonaler Symptome beitragen, zu einer größeren Diagnosesicherheit führen und ein stärkeres Fundament für die Behandlungsplanung schaffen.

Wie wird ein ImmunoCAP Test für spezifisches IgE angefordert

ImmunoCAP Tests für spezifisches IgE können bei Ihren Partnerlaboren angefordert werden. Es ist eine routinemäßige Blutprobe erforderlich.

Je nach Testportfolio des lokalen Labors können einzelne Kräuterpollenallergene, Kräuterpollenmischungen oder umfassendere Atemwegsallergen-Profile angefordert werden. Die Ergebnisse liefern Informationen zur Sensibilisierung und sollten, um zum Nachweis klinisch relevanter Sensibilisierungen beizutragen, in Verbindung mit den Symptomen, der klinischen Anamnese und den saisonalen Expositionsmustern des Patienten interpretiert werden.

Häufig gestellte Fragen

Eine ausführliche Krankengeschichte ist der erste Schritt. Die Beurteilung des zeitlichen Auftretens der Symptome, der Saisonalität und der Umwelteinflüsse kann helfen, festzustellen, ob Kräuterpollen zu den Symptomen des Patienten beitragen könnten. Die klinische Anamnese hilft bei der diagnostischen Beurteilung und bei den Entscheidungen hinsichtlich weiterer Untersuchungen/Tests.

Wenn Symptome und Anamnese des Patienten mit einer Kräuterpollenallergie übereinstimmen, können ImmunoCAP Tests für spezifisches IgE zu einem vollständigeren Bild beitragen, indem sie Allergensensibilisierungen nachweisen und damit zusätzliche objektive Informationen für die klinische Beurteilung liefern.

Nein. Ein positives Ergebnis beim Test für spezifisches IgE weist zwar auf eine Sensibilisierung gegen ein Allergen hin, eine Sensibilisierung allein bestätigt jedoch noch keine klinische Allergie. Die Ergebnisse sollten in Verbindung mit den Symptomen, der klinischen Anamnese und den Expositionsmustern des Patienten interpretiert werden, um festzustellen, ob die Sensibilisierung zu den Symptomen des Patienten beiträgt.2

Ja. Bei sensibilisierten Personen kann eine Kräuterpollenexposition allergische Asthmasymptome auslösen oder verschlimmern, insbesondere in der Hauptpollensaison. Der Nachweis von Pollensensibilisierungen kann bei der Erklärung saisonaler Atemwegssymptome helfen und zur Unterscheidung zwischen allergischen und nichtallergischen Symptomursachen sowie zu Diagnose- und Behandlungsentscheidungen beitragen.2

Literatur
  1. Bousquet J et al. Allergic Rhinitis and its Impact on Asthma (ARIA) 2008. Allergy. 2008;63(suppl.86):8–160.
  2. Wise SK et al. International Consensus Statement on Allergy and Rhinology: Allergic Rhinitis. Int Forum Allergy Rhinol. 2023;13:293–859.