Klarheit in der Diagnostik. Vertrauen in die Patientenversorgung.
Eine frühzeitige Erkennung und gezielte Testung ist für die Behandlung von Nahrungsmittelallergien unerlässlich. Nahrungsmittelallergien treten immer häufiger auf und betreffen mittlerweile bis zu zehn Prozent der der Kinder und Erwachsenen.1
ImmunoCAP™ Tests auf spezifisches IgE unterstützen Sie mit präzisen und zuverlässigen Ergebnissen bei der schnellen Diagnose und der gezielten Behandlung von Nahrungsmittelallergien.
Weltweit nehmen nahrungsmittelbedingte Anaphylaxien zu. Am stärksten betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, die das höchste Risiko für eine stationäre Behandlung haben. 2 Um das Risiko allergischer Reaktionen zu minimieren, ist eine präzise Diagnostik entscheidend. Ärzte spielen dabei eine zentrale Rolle, indem sie potenziell gefährliche Nahrungsmittelallergene gezielt identifizieren und einen individuellen Behandlungsplan zur konsequenten Risikovermeidung entwickeln.
42 %
der Kinder mit Nahrungsmittelallergie haben bereits eine schwere allergische Reaktion erlebt.3
51%
der Erwachsenen mit Nahrungsmittelallergie haben bereits eine schwere allergische Reaktion erlebt.3
Nahrungsmittelallergene können eine Vielzahl von Symptomen verursachen. Zudem können einige dieser Allergene mit anderen kreuzreagieren, was eine genaue Diagnosestellung erschwert. Manche Patienten diagnostizieren sich selbst und streichen bestimmte Nahrungsmittel aus ihrer Ernährung, aber ohne Tests ist das oft kein sinnvoller Weg.1
In der Primärversorgung kommt Ihnen eine Schlüsselrolle zu – von der frühzeitigen Erkennung über die initiale Testung möglicher Allergenauslöser bis hin zur leitliniengerechten Behandlung und der rechtzeitigen Überweisung an Spezialistinnen und Spezialisten.
Eine frühzeitige Diagnose, bestätigt durch ImmunoCAP™ spezifische IgE-Bluttests, unterstützt eine Behandlung bei Nahrungsmittelallergien.
Sehen Sie sich das Video an und erfahren Sie mehr über die Diagnostik von Nahrungsmittelallergien in 5 wichtigen Schritten.
Erweiterung des Portfolios an Lebensmittelallergen- Komponenten für eine präzisere Diagnostik
Erweiterung des Testportfolios um 4 neue ImmunoCAP Allergenkomponenten : Jug r 2 und Jug r 6 (Walnuss) und Cor a 11 and Cor a 16 (Haselnuss). Diese klinisch relevanten Vicilin-Proteine tragen dazu bei, diagnostische Lücken zu schließen und ermöglichen so eine verbesserte Risikoeinschätzung sowie fundierte klinische Entscheidungen bei Patienten mit Verdacht auf Nussallergien.
ImmunoCAP spezifische IgE-Tests – ideal für den Einsatz in der Primärversorgung*
ImmunoCAP Tests auf spezifisches IgE können über Labor-Anforderungssysteme angefordert werden**
*Abhängig von dem Allergen. ImmunoCAP® Specific IgE Fluoroenzym-Immunoassay-Kalibrator, Bereich 0-100 kUA/l.7,8
ImmunoCAP Bluttests auf spezifisches IgE lassen sich in der Hausarztpraxis einfach anordnen, während für Haut-Pricktests meist eine Überweisung an einen Facharzt erfordern Das Portfolio an ImmunoCAP Tests auf spezifisches IgE, beispielsweise auch mit Allergenextrakten und Allergenkomponenten, liefert reproduzierbare, quantitative Ergebnisse, die Ihre klinische Einschätzung unterstützen und Ihre Behandlungsstrategien optimieren können.
Die genaue Diagnose einer Nahrungsmittelallergie beginnt mit der Anamnese des Patienten. Einige Beispiele für wichtige Elemente in der Krankengeschichte sind:1,5,6
Die Feststellung, ob die Symptome mit IgE-vermittelten Reaktionen zusammenhängen, ist die Grundlage für die Aufstellung eines effektiven Behandlungsplans. Eine Sensibilisierung allein reicht für die Diagnose einer Nahrungsmittelallergie nicht aus, sondern muss stets im Zusammenhang mit der Krankengeschichte und den klinischen Symptomen der Patienten bewertet werden.
IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie
Beginn: Normalerweise schnell, innerhalb von Minuten bis zwei Stunden nach dem Verzehr des auslösenden Nahrungsmittels
Symptome:
Beispiele: Allergien gegen Erdnüsse, Nüsse und Schalentiere
Nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie
Beginn: Normalerweise verzögert, tritt er Stunden oder Tage nach dem Verzehr des Nahrungsmittels auf
Symptome:
Beispiele: Durch Nahrungsmittelproteine induzierte Enterokolitis (FPIES), durch Nahrungsmittelproteine induzierte allergische Proktokolitis (FPIAP) und durch Nahrungsmittelproteine induzierte Enteropathie (FPE)
Hauptunterschiede
Zeitpunkt:
gE-Reaktionen treten sofort auf; Nicht-IgE-Reaktionen treten oft verzögert auf.
Auftreten:
IgE-vermittelte Reaktionen sind reproduzierbar; Nicht-IgE-Antworten sind inkonsistent.
Immunmechanismus:
IgE-Reaktionen werden durch Immunglobulin-E-Antikörper vermittelt, während Nicht-IgE-Reaktionen andere Teile des Immunsystems betreffen.
Schweregrad & Verlauf:
IgE-vermittelte Reaktionen können schwer und lebensbedrohlich sein (Anaphylaxie), während nicht-IgE-vermittelte Reaktionen meist weniger akut sind, jedoch die Lebensqualität und das Wachstum erheblich beeinträchtigen können.
Diagnose:
IgE-Allergien können oft mithilfe von Hautprick- oder Bluttests diagnostiziert werden. Nicht-IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergien sind diagnostisch anspruchsvoll und machen häufig eine Eliminationsdiät mit anschließender Provokation erforderlich, um das verantwortliche Nahrungsmittel zu bestimmen.
Im Allergenlexikon finden Sie weitere Informationen über die 9 Nahrungsmittelallergene.
Die Behandlung von Nahrungsmittelallergien hat sich von einem abwartenden Ansatz hin zu aktiven, evidenzbasierten Interventionen weiterentwickelt.5
Ergebnisse spezifischer IgE-Tests auf Allergenextrakte oder Allergenkomponenten ermöglichen eine gezielte Ernährungsberatung und die Erstellung eines initialen Behandlungsplans. Das molekulare Allergenprofil liefert dabei eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die sichere Wiedereinführung von Nahrungsmitteln, orale Provokationstests und Verschreibung einer Immuntherapie.
Eine präzise Diagnostik beginnt mit einer sorgfältigen Anamnese. In den Leitlinien der EAACI* zu Nahrungsmittelallergien wird betont, dass Allergentests anamneseorientiert ausgewählt werden sollten. Von der ungezielten Anwendung großer Testpanels wird abgeraten6, da diese klinisch irrelevante Ergebnisse liefern können. Bei nichtselektive Tests mit einer großen Anzahl von Allergenen ist das Risiko klinisch irrelevanter falsch positiver Ergebnisse erhöht.10
Wenn die Anamnese auf ein bestimmtes Nahrungsmittel als möglichen Auslöser hinweist, können Allergenextrakttests angefordert werden, um die Identifizierung einer Sensibilisierung gegen bestimmte Allergene zu unterstützen.
Wir bieten die größte Auswahl an rund 500 Allergenextrakten und Allergenmischungen zur Bestimmung von spezifischem IgE – darunter Nahrungsmittel, Pollen und mehr – und sorgen so für eine höhere diagnostische Sicherheit.
Wenn die Anamnese unklar ist, aber der Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie besteht, könnte eine Testung mit der Nahrungsmittelmischung fx5 zunächst sinnvoll sein. Bei diesem Test wird eine Mischung aus Hühnereiweiß-, Milch-, Fisch-, Weizen-, Erdnuss- und Soja-Allergenen verwendet. Die Ergebnisse dieser Allergenmischung werden als positiv oder negativ angegeben. Ein negatives Testergebnis bedeutet, dass diese sechs häufigen Nahrungsmittelallergene mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht die Ursache der Symptome sind, die zur Testung geführt haben. 11
Bei Patienten mit Verdacht auf eine IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie sollte die Diagnostik mit einer körperlichen Untersuchung sowie eine detaillierte Anamnese beginnen. Auf dieser Grundlage lassen sich potenzielle Allergene identifizieren und geeignete Allergentests gezielt an Krankengeschichte, Symptomen und Auslösern ausrichten.6
Diese strukturierte Vorgehensweise stellt sicher, dass die durchgeführten Tests von klinischer Relevanz sind, unnötige Diäteinschränkungen vermieden werden und klare Ergebnisse eine angemessene Behandlung unterstützen.
Literaturstelle 12: Werfel T, et al. Position paper of the EAACI: food allergy due to immunological cross-reactions with common inhalant allergens. Allergy. 2015;70(9):1079-1090.
Sie haben die Macht, etwas zu bewegen.
Erfahren Sie mehr über die komponentenbasierte Diagnostik.
Die Testung auf spezifisches IgE ist gemäß den EAACI*-Leitlinien ein empfohlener erster Schritt in der Allergiediagnostik. 2
Unterstützung des Patientenmanagements
ImmunoCAP Allergenkomponententests unterstützen die Patientenbehandlung, indem sie dabei helfen, festzustellen, auf welche Moleküle des Allergenextrakts (z. B. Erdnuss, Nüsse, Milch, Eier, Haustiere) ein Patient reagieren könnte.{f1}14{/f1}
Sicher und zugänglich
Unabhängig von Alter, Hautzustand, der Einnahme von Antihistaminika oder einer Schwangerschaft können ImmunoCAP Tests auf spezifisches IgE bei unterschiedlichen Patientengruppen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu Haut-Pricktests besteht dabei kein Risiko einer Anaphylaxie. 15,16
Leitlinienorientiert
Die Untersuchung auf Sensibilisierung gegenüber einzelnen Nahrungsmittelallergenen wird in den EAACI*-Leitlinien für eine gezielte, patientenorientierte Behandlung empfohlen.
Gehen Sie nach den üblichen Verfahrensweisen vor, die Sie normalerweise bei der Anforderung von Laborbluttests anwenden.
Sprechen Sie mit einem Experten über die Anforderung.
Das Labor führt den ImmunoCAP Test auf einem Phadia™ Laborsystem durch.
Beurteilen und interpretieren Sie die ImmunoCAP Testergebnisse zur Personalisierung der Patientenbehandlung. Überweisen Sie für weiterführende Diagnostik oder spezialisierte Therapieoptionen an einen Allergiespezialisten.
Erhalten Sie kompakte Informationen zur Interpretation von ImmunoCAP™ spezifischen IgE-Testergebnissen sowie zu möglichen klinischen Implikationen – zur Unterstützung Ihrer Diagnostik und Ihrer Patientenbehandlung.
Wenden Sie sich an unser Allergie-Team, um Beratung zu ImmunoCAP Tests, Ergebnisinterpretation und Schulungsmaterialien für die Primärversorgung zu erhalten.
Tools zur Unterstützung der Diagnostik und der Patientenbehandlung.
*Die EAACI (European Academy of Allergy and Clinical Immunology) und die AAAAI (American Academy of Allergy, Asthma & Immunology) sind führende internationale Organisationen zur Förderung der Forschung, Aufklärung und klinischen Versorgung in den Bereichen Allergie und Immunologie.