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Hautschuppen von Hunden Allergene – Fakten, Symptome und Behandlung

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Allergy Insider

Hautschuppen von Hunden

Bis zu 60 Prozent der Haushalte in Europa und den USA beherbergen Haustiere. Dabei sind Katzen und Hunde die beiden beliebtesten Arten.1 In der Tat gibt es allein in den USA schätzungsweise 77,5 Millionen Hundebesitzer.2 Leider ist die Hundeallergie weltweit ein häufiger Auslöser für Asthma und allergische Rhinitis (auch als Heuschnupfen bezeichnet) und betrifft 5 bis 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung.3 Diese Personen sind sensibilisiert auf ein oder mehrere Allergene, die im Fell, in den Hautschuppen und im Speichel von Hunden vorhanden sind und leicht über die Luft transportiert werden können.4 Die Allergene haften an Tierhaaren und Hautschuppen und werden so einfach verteilt. Außerdem können sie über längere Zeit in der Luft schweben.1,5 Die Allergene können auch an Kleidung haften und so an unzählige Orte, einschließlich Innenräume, transportiert werden.

Personen mit einer Hundeallergie können Symptome entwickeln, wenn allergene Proteine eingeatmet werden (entweder durch direkten oder indirekten Kontakt mit einem Hund) und wenn diese über einen Hundebiss abgegeben werden.1 Während einige Personen behaupten, dass bestimmte Rassen hypoallergen sind, gibt es keine Hunderasse, die tatsächlich frei von Allergenen ist.6

Wo sind Hautschuppen von Hunden zu finden?

Hundeallergene sind zwar im Fell, in den Hautschuppen und im Speichel des Tieres vorhanden, können jedoch über die Luft übertragen werden und über längere Zeit in der Luft verbleiben.1,5 Darüber hinaus können sie in unzählige Umgebungen wie Schulen, Kindertagesstätten, Haushalte und Verkehrsmittel gelangen und ganzjährig Symptome auslösen, auch wenn sich dort keine Hunde befinden.1 Diese Allergene können sich auch an vielen Oberflächen anhaften, wie z. B. Bettwäsche, Kleidung und Polstermöbel, wodurch sie schwer zu entfernen sind und allgegenwärtig sind. Die Allergene können dort mehrere Monate verbleiben.1,5,8

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Bei einigen Personen mit einer Hundeallergie können auch Symptome auftreten, wenn sie Hautschuppen, Speichel und Urin von anderen Säugetieren ausgesetzt sind, wie z. B. Katzen, Meerschweinchen, Pferde, Schweine, Hühner, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Hamster. Darüber hinaus kann auch der Verzehr von Lebensmitteln wie Milch, Eiern und Rindfleisch Symptome hervorrufen.1 Dies wird als Kreuzreaktion bezeichnet und tritt auf, wenn das Immunsystem Ihres Körpers Proteine oder Komponenten in verschiedenen Substanzen als strukturell ähnlich oder biologisch verwandt identifiziert und so eine Reaktion auslöst.1

Wenn Sie die Proteine oder Komponenten jeder Allergenquelle kennen, die Ihre Symptome auslöst, unterstützt dies Ihre Behandlung. Vor diesem Hintergrund und auf Basis Ihrer Krankengeschichte schlägt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise einen spezifischen IgE-Komponententest vor. Dieser Test kann dazu beitragen, Ihr spezifisches Risikoprofil zu ermitteln. Die Ergebnisse dieses Tests können Ihrem Arzt auch bei der Entscheidung helfen, ob eine spezifische Immuntherapie Ihre Symptome verringern kann.1

Haben Sie bereits die Ergebnisse Ihres spezifischen IgE-Komponententests?

Die Ergebnisse Ihres Komponententests enthalten den Namen der Komponenten (eine Reihe von Buchstaben und Zahlen). Ihr Arzt wird die Ergebnisse mit Ihnen besprechen. Hier finden Sie eine Übersicht, die Sie als Referenz verwenden können. Ordnen Sie die Komponentennamen einfach der unten stehenden Liste zu, um zu sehen, was diese für Ihre Behandlung bedeuten.1,10

rCan f 1, rCan f 2

  • Weist darauf hin, dass die Symptome spezifisch durch Hunde ausgelöst werden können.
  • Assoziiert mit persistenter Rhinitis und/oder Asthma.
  • Eine spezifische Immuntherapie mit Hundeallergenen kann in Betracht gezogen werden.

rCan f 5

  • Weist darauf hin, dass die Symptome spezifisch durch Hunde ausgelöst werden können.
  • Da es sich hierbei um ein hormongesteuertes, prostataspezifisches Protein handelt, deutet die Sensibilisierung auf dieses Protein darauf hin, dass weibliche oder kastrierte Hunde toleriert werden können.

rCan f 3, rCan f 6 

  • Hunde oder andere Säugetiere, z. B. Katzen, Pferde und Mäuse, können aufgrund einer Kreuzreaktion zu Symptomen führen.
  • Der Verzehr von Milch und Rindfleisch kann aufgrund einer Kreuzreaktion Symptome hervorrufen. Gekochtes Fleisch und gekochte Milch können toleriert werden.

rCan f 4    

  • Weist darauf hin, dass die Symptome spezifisch durch Hunde ausgelöst werden können.

Testergebnisse sollten immer von einem Arzt im Zusammenhang mit Ihrer klinischen Anamnese ausgewertet werden. Die endgültige Diagnose und Entscheidung über die weitere Behandlung werden von Ihrem Arzt getroffen.

*Diese Produkte sind möglicherweise nicht für die Diagnostik in Ihrem Land freigegeben. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, um mehr über die Verfügbarkeit zu erfahren.

Wie gehe ich mit meiner Allergie um?

Wenn Sie gegen Hunde allergisch sind, empfiehlt Ihnen Ihr Arzt möglicherweise einen Plan, der Folgendes umfasst.5,8,9,11,12

Die beste Möglichkeit, die Exposition zu verringern, besteht darin, Hunde aus Ihrem Zuhause fernzuhalten und Umgebungen zu meiden, in denen sich Hunde befinden. Wenn Sie ein vorhandenes Haustier jedoch nicht abgeben möchten, können die folgenden Maßnahmen dabei helfen, die Allergenexposition zu verringern.

  • Verhindern Sie, dass der Hund ins Schlafzimmer gelangt, halten Sie die Tür geschlossen und reinigen Sie das Schlafzimmer besonders gründlich. Ziehen Sie auch die Verwendung eines HEPA-Luftreinigers im Schlafzimmer in Betracht.
  • Entfernen Sie Teppichböden, und reinigen Sie die Wände und Holzböden mit einer Bürste. Halten Sie die Oberflächen im gesamten Haus sauber und ordentlich. Blanke Böden und kahle Wände sind am besten geeignet.
  • Wenn Sie auf Teppichen bestehen, wählen Sie einen Teppich mit niedrigem Flor aus, und reinigen Sie ihn regelmäßig mit Dampf. Besser noch: Verwenden Sie Fußmatten und reinigen Sie sie in heißem Wasser.
  • Verwenden Sie einen Staubsauger mit einem zertifizierten, asthma- und allergikerfreundlichen Filter, und tragen Sie beim Staubsaugen eine Staubmaske.
  • Vermeiden Sie es, Ihre Augen nach dem Kontakt mit einem Hund zu berühren, und waschen Sie Ihre Hände sofort. Wechseln Sie auch Ihre Kleidung, wenn möglich.
  • Fügen Sie einen Luftfilter in Kombination mit einem zertifizierten, asthma- und allergikerfreundlichen Filter zu Heizungs- und Klimaanlagen hinzu, um Allergene aus der Luft zu entfernen.
  • Entfernen Sie Kissen und andere Gegenstände, die als Reservoirs dienen können.
  • Säubern Sie Ihre Haustiere und deren Schlafunterlage regelmäßig.

Ihr Arzt weist Sie möglicherweise dazu an, zur Verbesserung Ihrer Allergiesymptome eines der folgenden Medikamente zu nehmen:

  • Antihistaminika werden häufig verwendet, um Symptome wie Niesen, Juckreiz und eine laufende Nase zu verringern.
  • Nasale Kortikosteroide werden verwendet, um Schwellungen in der Nase zu reduzieren und allergische Reaktionen zu blockieren.
  • Dekongestiva können eingesetzt werden, um nasale Verstopfungen zu lindern.
  • Eine von Ihrem Arzt angewiesene Allergenimmuntherapie kann dazu beitragen, eine Toleranz gegenüber Expositionen zu Hautschuppen von Hunden zu entwickeln.

Wenn Sie mit jemandem zusammen sind, der eine allergische Reaktion hat und Anzeichen eines Schocks zeigt, handeln Sie schnell. Achten Sie auf blasse, kühle und feuchte Haut; einen schwachen, schnellen Puls; Atembeschwerden, Verwirrung und Bewusstlosigkeit. Gehen Sie sofort wie folgt vor:

  • Rufen Sie bei einem örtlichen Notfalldienst an.
  • Stellen Sie sicher, dass die Person liegt und ihre Beine hochgelagert werden.
  • Verabreichen Sie sofort Adrenalin, wenn klare Anzeichen einer potenziell schweren systemischen Reaktion vorliegen.
  • Prüfen Sie Puls und Atmung der Person und führen Sie ggf. eine Herz-Lungen-Wiederbelebung oder andere Erste-Hilfe-Maßnahmen durch.

Sie möchten mehr über Allergien und den Umgang damit erfahren?

Zum Abschnitt „Leben mit Allergien“

Häufige Symptome

Eine Hundeallergie kann folgende Symptome umfassen:7

  • Niesen
  • Laufende Nase
  • Juckende, gerötete oder tränende Augen
  • Verstopfte Nase
  • Juckreiz im Bereich von Nase, Mund oder Rachen
  • Nasenschleim im Rachen
  • Husten
  • Druck und Schmerzen im Gesicht
  • Häufiges Erwachen während des Schlafens
  • Geschwollene, blau verfärbte Haut unter den Augen

Wenn Sie unter Asthma leiden, können auch folgende Symptome auftreten:7

  • Atembeschwerden
  • Engegefühl oder Schmerzen in der Brust
  • Hörbares Keuchen oder Pfeifen beim Ausatmen
  • Schlafstörungen durch Atemnot, Husten oder pfeifendes Atmen

Darüber hinaus können bei einigen Personen auch Symptome einer allergischen Dermatitis auftreten, nachdem sie direkt mit einem Hund in Berührung kommen. Diese Symptome können Folgendes umfassen:7

  • Erhabene, gerötete Hautstellen (Nesselsucht)
  • Ekzem
  • Juckreiz

Obwohl die meisten Symptome einer Haustierallergie innerhalb von Minuten nach der Exposition auftreten, entwickeln sich die Symptome bei einigen Allergikern im Laufe der Zeit und erreichen nach 8 bis 12 Stunden ihren Höhepunkt.6

Woher weiß ich, ob ich allergisch bin? *

Zusammen mit Ihrer Krankengeschichte können Haut-Prick-Tests oder spezifische IgE-Bluttests dabei helfen festzustellen, ob Sie allergisch auf ein bestimmtes Allergen reagieren. Wenn bei Ihnen eine Allergie diagnostiziert wurde, kann Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan erstellen.

*Diese Produkte sind möglicherweise nicht für die Diagnostik in Ihrem Land freigegeben. Bitte wenden Sie sich an Ihren Arzt, um mehr über die Verfügbarkeit zu erfahren.

Besteht ein Risiko für ein schwerwiegendes Ereignis?

Eine Sensibilisierung gegenüber Felltieren tritt häufig auf und gilt als Risikofaktor für die Entwicklung einer allergischen Rhinitis und Asthma.1 In der Tat sind hohe IgE-Konzentrationen für Allergenkomponenten von Katzen, Hunden und Pferden Marker für schweres Asthma. Darüber hinaus ist die gleichzeitige Sensibilisierung gegenüber allen drei Tieren auch ein Marker für ein erhöhtes Risiko für schweres Asthma.1,9 Beachten Sie auch, dass einige Tierbisse eine Anaphylaxie hervorrufen können. Es ist jedoch ungewöhnlich, dass ein Hundebiss diese Reaktion hervorbringt.1

  1. EAACI, et al. Molecular allergology user’s guide. Pediatric Allergy Immunol. 2016 May;27 Suppl 23:1-250. do: 10.1111/pai.12563. PMID: 27288833. (123-130 p.) Verfügbar unter: http://www.eaaci.org/documents/Molecular_Allergology-web.pdf.
  2. Portnoy J. World Allergy Organization [Internet]. Milwaukee, WI: World allergy Organization; 2004 Dec [2018 Mar]. Verfügbar unter: https://www.worldallergy.org/education-and-programs/education/allergic-disease-resource-center/professionals/allergen-avoidance.
  3. Polovic N, Wadén K, Binnmyr J, Hamsten C, Grönneberg R, Palmberg C, Milcic-Matic N, Bergman T, Grönlund H, van Hage M. Dog saliva - an important source of dog allergens. Allergy. 2013;68(5):585-92. doi: 10.1111/all.12130. Epub 2013 Mar 7. PMID: 23464525; PMCID: PMC3652036. Verfügbar unter: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/all.12130.
  4. Baxi SN, Phipatanakul W. The role of allergen exposure and avoidance in asthma. Adolesc Med State Art Rev. 2010 Apr;21(1):57-71, viii-ix. PMID: 20568555; PMCID: PMC2975603. Verfügbar unter: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2975603.
  5. Asthma and Allergy Foundation of America [Internet]. Arlington, VA: Asthma and Allergy Foundation of America; 2015 Oct.
    Verfügbar unter: https://www.aafa.org/pet-dog-cat-allergies.
  6. American Academy of Allergy, Asthma & Immunology [Internet]. Milwaukee WI, American Academy of Allergy, Asthma & Immunology. 2020 Sep 28. Verfügbar unter: https://www.aaaai.org/conditions-and-treatments/library/allergy-library/indoor-allergens.
  7. Mayo Clinic [Internet]. Rochester, MN: Mayo Foundation for Medical Education and Research; 2019 May 14. Verfügbar unter: https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/pet-allergy/symptoms-causes/syc-20352192.
  8. Harvard Health Publishing [Internet]. Boston, MA: Harvard Medical School; 2009 Oct. Verfügbar unter: https://www.health.harvard.edu/press_releases/tips-to-control-pet-allergies
  9. Dávila I, Domínguez-Ortega J, Navarro-Pulido A, Alonso A, Antolín-Amerigo D, González-Mancebo E, Martín-García C, Núñez-Acevedo B, Prior N, Reche M, Rosado A, Ruiz-Hornillos J, Sánchez MC, Torrecillas M. Consensus document on dog and cat allergy. Allergy. 2018 Jun;73(6):1206-1222. doi: 10.1111/all.13391. Epub 2018 Feb 13. PMID: 29318625.
  10. Liccardi G, Calzetta L, Milanese M, Lombardi C, Savi E, Passalacqua G, Rogliani P. Critical aspects in dog allergen immunotherapy (DAI). May Component Resolved Diagnosis (CRD) play a role in predicting the efficacy? Hum Vaccin Immunother. 2018 Jun 3;14(6):1438-1441. doi: 10.1080/21645515.2018.1434383. Epub 2018 Feb 23. PMID: 29381449; PMCID: PMC6037462.
  11. Mayo Clinic [Internet]. Rochester, MN: Mayo Foundation for Medical Education and Research; 2019 May 14. Verfügbar unter: https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/pet-allergy/diagnosis-treatment/drc-20352198.
  12. Mayo Clinic [Internet]. Rochester, MN: Mayo Foundation for Medical Education and Research; 2019 Sep 14. Verfügbar unter: https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/anaphylaxis/diagnosis-treatment/drc-20351474#:~:text=During%20an%20anaphylactic%20attack%2C%20you,Oxygen%2C%20to%20help%20you%20breathe.