Behandlung von Infektionen. Schutz von Patienten. Antibiotikaresistenz Um diese Ziele zu erreichen, fördern im Gesundheitswesen tätige Entscheidungsträger weltweit die Einführung von Antibiotic-Stewardship-Programmen, die Ärzten dabei helfen, die Art und Weise zu verbessern, wie sie Antibiotika verschreiben. Das Ergebnis ist nicht nur eine verringerte Antibiotikaresistenz, sondern auch eine Verbesserung der klinischen Ergebnisse.1,2
Die 2014 erstmals von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) eingeführten Kernelemente von Antibiotic-Stewardship-Programmen wurden 2019 aktualisiert, um neue Evidenzen und Erkenntnisse in sieben Schlüsselbereichen zu integrieren: Führungsengagement im Krankenhaus, Verantwortlichkeit, pharmazeutische Kompetenz, Maßnahmen, Nachverfolgung, Berichterstellung und Schulung.
Auch wenn diese Elemente in allen Krankenhäusern unabhängig von der Größe anwendbar sind, gibt es kein universell gültiges Template für ein Antibiotic-Stewardship-Programm, das zu einer optimalen Antibiotikaverschreibung führt. Die Programme müssen angesichts der komplexen medizinischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit dem Einsatz von Antibiotika und den Unterschieden in der Krankenhausgröße und -versorgung individuell angepasst werden. Unabhängig vom Ansatz jedes Krankenhauses ist ein effektives Antibiotic-Stewardship-Programm mit der richtigen Mischung aus Unterstützung, Führung und Engagement immer erreichbar.
Antibiotic-Stewardship-Programme in Krankenhäusern können die Rate der erfolgreichen Behandlung von Infektionen erhöhen, während Folgendes verringert wird:2-4
Die CDC umreißt sieben Kernelemente, die den grundlegenden Rahmen für den Erfolg des Programms für den rationalen Einsatz von Antibiotika bilden.
Die Kernelemente der CDC unterstreichen die Bedeutung von Teamarbeit für den Erfolg von Antibiotic Stewardship. Um ein krankenhausweites Antibiotic-Stewardship-Programm umzusetzen, muss ein Kernteam gebildet werden, dessen Mitglieder klar definierte Erwartungen haben, und es muss ein kritisches Unterstützungsnetz geschaffen werden. Und so geht's.
Bildung eines Kernteams
Stellen Sie ein Kernteam zusammen, das für die Programmverwaltung und das Ergebnis verantwortlich und rechenschaftspflichtig ist. Die Zusammensetzung dieses Teams hängt von den in jedem Krankenhaus verfügbaren Ressourcen ab, da nicht jede Rolle in allen Krankenhäusern zur Verfügung steht. Wie die British Society for Antimicrobial Chemotherapy betont, sollte das Team mindestens einen Arzt für Infektionskrankheiten, einen klinischen Mikrobiologen und einen klinischen Apotheker umfassen.6
| Kernteam |
Infektiologe Klinischer Mikrobiologe Klinischer Pharmazeut
|
| Optionale Mitglieder |
Pflegekräfte Epidemiologe Spezialisten für Infektionskontrolle IT-Ressourcen |
Abbildung 10: Mitglieder eines ABS-Teams (angepasst von BSAC. Antimicrobial Stewardship: From Principles to Practice - eBook 2018)4
Es ist besonders wichtig, Internisten einzubeziehen, da sie zu den größten Verordnern von Antibiotika in Krankenhäusern gehören.5 Außerdem haben sie oft Erfahrung mit Qualitätsverbesserungsmaßnahmen.7,8
Beauftragen Sie Teammitglieder, diese fünf wesentlichen Schritte täglich durchzuführen
Legen Sie die Erwartung fest, dass das Antibiotika-Stewardship-Team täglich für die folgenden Aufgaben zuständig sein wird:
Bildung eines Unterstützernetzwerks, um Akzeptanz sicherzustellen
Die Zusammenstellung eines Teams nimmt zwar Zeit in Anspruch, ist aber nicht das einzige Hindernis, mit dem ein Krankenhaus konfrontiert werden kann. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Umsetzung liegt in der Zustimmung aller Beteiligten. Es ist von größterBedeutung, dass sich alle Ärzte voll und ganz für einen rationalen Einsatz von Antibiotika einsetzen. Die Krankenhausleitung kann dazu beitragen, dass andere Gruppen und Abteilungen sich der Bemühungen für den rationalen Einsatz von Antibiotika bewusst sind und die Zusammenarbeit erleichtern.
Antibiotic-Stewardship-Programme werden durch Unterstützung seitens folgender Gruppen stark verbessert:5