Veröffentlicht: März 2026
Fachliche Beratung:
Gary Falcetano, PA-C, AE-C
Im Frühling haben Hausärzte alle Hände voll zu tun. Die Patienten stellen sich mit verstopfter oder laufender Nase, Niesen, Husten und manchmal auch mit pfeifender Atmung vor. Ärzte können leicht davon ausgehen, dass die Symptome allergisch bedingt sind und Antihistaminika oder Nasensprays als Behandlungsoptionen vorschlagen, die gängigerweise in den klinischen Leitlinien empfohlen werden.1 Doch allein anhand der Symptome lässt sich eine allergische Erkrankung nicht sicher bestätigen.
Ohne diagnostische Tests kann es schwierig sein, eine allergische Rhinitisvon einer nicht-allergischen Rhinitis zu unterscheiden, insbesondere wenn virale Auslöser oder eine begleitende Asthmaerkrankung eine Rolle spielen.² Spezifische IgE-Bluttests können helfen festzustellen, ob eine IgE-vermittelte Sensibilisierung vorliegt, und ermöglichen so von Beginn an eine gezieltere Behandlung.
Wurde eine Allergie bestätigt, können Ärzte praktische Vermeidungsstrategien mit den Patienten besprechen, wie zum Beispiel das Schließen der Fenster bei hoher Pollenbelastung, das Duschen nach einem Aufenthalt im Freien oder die Verringerung der Allergenexposition in Innenräumen. Die Vermeidung von Allergenen wird mit einer besseren Symptomkontrolle und einer höheren Lebensqualität in Verbindung gebracht.3 Wenn Ärzte über Testergebnisse verfügen, haben sie eine bessere Grundlage für diese Gespräche.
Warum eine rein symptomatische Behandlung bei pollenassoziierten Atemwegserkrankungen häufig versagt
Medikamente spielen eine wichtige Rolle beim Management der Rhinitis. Daten aus der klinischen Praxis zeigen jedoch, dass die Therapie nicht immer optimal ist. In einer Studie gaben nahezu 90 % der Patienten an, eine symptomatische Therapie anzuwenden, doch nur 14,4 % nutzen die in den Leitlinien empfohlene Kombination aus einem intranasalen Kortikosteroid und einem Antihistaminikum.4
Eine effektive Behandlung kann mehr umfassen als nur Medikamente. Eine solche Versorgung kann die Allergenvermeidung, die Patientenaufklärung sowie die Erwägung einer allergenspezifischen Immuntherapie (AIT) einschließen.²
Ohne die zugrunde liegende Ursache der Symptome zu klären, werden diese zusätzlichen Behandlungsoptionen möglicherweise gar nicht in Betracht gezogen. Dann kann es dazu kommen, dass sich die Behandlung auf die wiederholte medikamentöse Linderung der Symptome konzentriert, anstatt die eigentliche Ursache anzugehen. Die Bestätigung einer allergischen Ursache der Symptome kann dazu beitragen, den Ansatz von einer reaktiven Behandlung hin zu einem gezielten Management zu verlagern.
Wenn anhaltende Atemwegssymptome eine diagnostische Abklärung erfordern
Die saisonale allergische Rhinitis tritt häufig intermittierend auf. Die Symptome können jedoch anhalten, wenn sich die Pollensaisons überschneiden oder wenn zusätzlich Asthma oder eine nicht-allergische Rhinitis vorliegt.
Auch wenn die Diagnose manchmal allein auf der Anamnese basiert, kann die genaue Einordnung in der täglichen Praxis eine Herausforderung darstellen. Eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung sowie objektive Tests wie ein spezifischer IgE-Bluttest können erforderlich sein, um die Diagnose zu sichern und eine angemessene Behandlung einzuleiten.
Da die Symptome einer allergischen Rhinitis häufig unspezifisch sind, kann die Abgrenzung zu anderen Ursachen anhaltender Atemwegssymptome klinisch herausfordernd sein.5 Eine frühzeitige objektive Diagnostik kann daher eine wichtige Rolle dabei spielen, die Diagnose zu klären und eine angemessene Behandlung zu steuern.
Wie überlappende Pollenexpositionen die Atemwegssymptome verlängern können
Viele Patienten sind gegen mehr als ein Allergen sensibilisiert. Wenn sich die Pollenbelastungen überschneiden, können die Symptome länger anhalten, als für eine einzelne Pollensaison zu erwarten wäre. Spezifische IgE-Bluttests sind ein anerkanntes diagnostisches Verfahren, um allergische von nicht-allergischer Rhinitis zu unterscheiden.²
Studien zeigen, dass symptombasierte Allergenprofile für Atemwegserkrankungen – etwa lokal relevante Pollen, Katzenallergene und Hausstaubmilben – bis zu 95 % der sensibilisierten Patienten identifizieren können.6 Eine gezielte und klinisch relevante Auswahl von Allergenen kann somit eine effiziente Diagnostik unterstützen und gleichzeitig unnötige breite Testungen vermeiden.
Warum die Identifizierung allergischer Auslöser in der Hausarztpraxis wichtig ist
Die Identifizierung des Auslösers verändert die therapeutische Herangehensweise.
Wird eine Sensibilisierung gegenüber einem bestimmten Allergen festgestellt, können Ärzte gezielte Ratschläge anstelle allgemeiner Empfehlungen geben. Es hat sich gezeigt, dass die Vermeidung von Allergenen die Krankheitslast verringert. In einer Studie erhielten Kinder aus innerstädtischen Gebieten mit atopischem Asthma individuell angepasste Maßnahmen zur Reduktion von Umweltallergenen, was zu einer Verringerung der asthmaassoziierten Morbidität führte. 3
In einer Übersichtsarbeit randomisierter kontrollierter Studien und Beobachtungsstudien wurde festgestellt, dass 15 von 18 Studien Verbesserungen bei Symptom-Scores, Lebensqualität oder Medikamentengebrauch nach Umsetzung von Vermeidungsstrategien berichteten. 7
Wie die frühzeitige Erkennung einer allergischen Sensibilisierung die Langzeitergebnisse verbessert
Die allergische Rhinitis wird oft als harmlos und saisonbedingt wahrgenommen. Die Symptome können jedoch anhaltend sein und mit einem späteren Asthmarisiko einhergehen.
Kinder mit einer pollenassoziierten allergischen Rhinitis haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, bis ins junge Erwachsenenalter Symptome zu zeigen, und ein erhöhtes Risiko, Asthma zu entwickeln, im Vergleich zu nicht-allergischen Personen. 4
Die allergenspezifische Immuntherapie (AIT) ist eine wirksame Behandlungsoption und sollte bei Patienten mit spezifischen IgE-Antikörpern gegen klinisch relevante Allergene in Betracht gezogen werden. 1
Daten aus Versorgungsrealität deuten darauf hin, dass die sublinguale Immuntherapie das Risiko für das Auftreten oder die Verschlechterung von Asthma reduzieren kann.⁸
Die Identifizierung klinisch relevanter Sensibilisierungen ermöglicht fundierte Gespräche zur langfristigen Behandlung und führt gegebenenfalls zu einer Überweisung an den Facharzt.
Die Rolle spezifischer IgE-Bluttests in der hausärztlichen Vversorgung
Wenn der Verdacht auf eine Allergie besteht, ist eine objektive Bestätigung entscheidend.
Der ImmunoCAP™ spezifische IgE-Bluttest ist ein klinisch bewährtes Verfahren zur Identifizierung von Allergensensibilisierungen und zur Unterstützung einer personalisierten Allergiebehandlung. Aufbauend auf 50 Jahren Marktführerschaft im Bereich der In-vitro-Allergiediagnostik liefert der ImmunoCAP Test präzise und reproduzierbare Ergebnisse, die die Vorgaben der internationalen Leitlinien erfüllen und eine zuverlässige Diagnosestellung sowie fundierte Therapieentscheidungen unterstützen.
Die Tests können auch während der Pollensaison durchgeführt werden und erfordern kein Absetzen der Antihistaminika durch die Patienten, was sie zu einem praktischen Verfahren im hausärztlichen Versorgungsalltag macht.
Zu den wichtigsten Merkmalen zählen:
- Geeignet für Kinder und Erwachsene
- Möglichkeit, mehrere klinisch relevante Allergene gleichzeitig zu testen
- Objektive Ergebnisse zur Unterstützung klinischer Entscheidungen
- Keine Beeinflussung durch Antihistaminika
Leitlinien empfehlen, die Diagnose einer allergischen Rhinitis bei entsprechendem klinischem Verdacht durch objektive Tests wie spezifische IgE-Bestimmungen zu bestätigen.1 In der Primärversorgung können Tests dabei helfen, eine einfache, aber wichtige Frage zu beantworten: Handelt es sich tatsächlich um eine Allergie?
Erfahren Sie vier wichtige Gründe, warum die Diagnostik von Atemwegsallergien in der Primärversorgung unverzichtbar ist.
Wichtige Erkenntnisse für die Hausarztpraxis
Wenn Symptome im Frühjahr anhalten, kann eine rein empirische Behandlung wichtige Fragen unbeantwortet lassen.
Die Bestätigung einer allergischen Sensibilisierung kann bei Folgendem helfen:
- Abklären der Diagnose
- Identifizierung relevanter Allergieauslöser
- Unterstützung gezielter Vermeidungsstrategien
- Gewinnen von Informationen für eine Überweisung und die langfristigen Therapieentscheidungen
Anhaltende saisonale Symptome erfordern eine diagnostische Abklärung.
Wenn die Symptome länger als erwartet anhalten, sollten eine Abklärung einer allergischen Sensibilisierung erwogen werden, bevor die symptomatische Therapie fortgesetzt oder intensiviert wird.
Erfahren Sie, wie der ImmunoCAP spezifische IgE-Bluttest die Allergiediagnostik in der Primärversorgung unterstützen kann.
Testen Sie früher, um zuverlässig eine Diagnose zu stellen.
Erfahren Sie mehr über die Testalgorithmen als Orientierungshilfen für die IgE-Tests zur Allergiediagnostik in der Primärversorgung sowie bei Überweisungen an Fachärzte.