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Beim Methodentransfer wird eine Analysemethode an ein anderes HPLC-System angepasst. Je ähnlicher die beiden Geräte sind, desto einfacher ist der Vorgang.
Eine häufige Art des Methodentransfers ist die Umwandlung von HPLC-Methoden in UHPLC-Methoden zur Optimierung von Geschwindigkeit und Durchsatz. Andere Situationen umfassen den Transfer einer validierten Methode von einem Labor zum anderen, z. B. aus der Forschung und Entwicklung in den Betrieb oder zu einem klinischen Labor.
Unabhängig von der Ähnlichkeit der Systeme resultiert der Transfer von einem Gerät zum anderen häufig in Variabilität, da die Hardware und Software zwischen Geräten Unterschiede aufweisen, insbesondere bei Systemen unterschiedlicher Hersteller.
Parameter wie das Gradientenverzögerungsvolumen, Pumpentypen, Säulenheizmodi, das Volumen der Detektorflusszelle, Detektoreinstellungen und Außersäulenvolumen beeinflussen die Reproduzierbarkeit einer transferierten Methode. Die beste Möglichkeit, Herausforderungen während des Methodentransfers zu meistern und äquivalente Ergebnisse mit beiden Geräten zu erzielen, ist die, beim Transfer alle Parameter eines Systems zu berücksichtigen.
Das Gradientenverzögerungsvolumen ist das Volumen vom Punkt der Eluentenmischung bis zum Säulenkopf.
Da das GDV bei allen Geräten variabel ist, ist die Angleichung des Volumenunterschieds nicht immer eine leichte Aufgabe.
Das GDV wird von allen Volumen zwischen dem Punkt der Mischung der mobilen Phasen und dem Säulenkopf beeinflusst und die Pumpe ist dabei in der Regel der wichtigste Faktor. Neben den Mischervolumen ist der Pumpentyp von entscheidender Bedeutung, da Niederdruckmischpumpen deutlich höhere GDVs aufweisen als Hochdruckmischpumpen.
Auch Mischeffekte des Probenvolumens und der umgebenden mobilen Phase sind für die Peakform-Rekonstruktion beim neuen System relevant. Geringe Abmessungen der Kapillaren können zur Verringerung der Peakdispersion vor und hinter der Säule beitragen. Größere Volumen verbessern die Mischung der Probenbande vor der Säule, wodurch besonders früh eluierende Peaks positiv beeinflusst werden, wenn das Probenlösungsmittel eine hohe Elutionsstärke aufweist.
Die Volumen der Detektorflusszellen sind beim Methodentransfer ebenso zu beachten, da alle Volumen die Peakdispersion vor der Detektion beeinflussen. Das Volumen der Flusszelle sollte im Vergleich zum Peakvolumen klein sein, und die Detektoreinstellungen müssen konsistent sein und die richtige Form berücksichtigen können.
Die Rolle der Thermostatisierung oder Erwärmung der Säule und der mobilen Phase wird während des Methodentransfers oft zu wenig beachtet.
Verschiedene Säulenheizmodi wie Ruhluft und Umluft ebenso wie die Erwärmung vor der Säule beeinflussen die Trennselektivität aufgrund radialer oder axialer Temperaturgradienten auf unterschiedliche Weise. Dieser Effekt gilt insbesondere für Trennungen bei Drücken über 400 bar, bei denen am Säulenmaterial Reibungswärme auftritt.
Wenn das ECV (Extra-Column Volume, Außersäulenvolumen) des neuen Geräts mit dem des ursprünglichen Systems übereinstimmt, können Sie Methoden erfolgreich ohne erneute Validierung transferieren.
Das Volumen vor der Säule erweitert die Probenbande und glättet den Gradienten. Das Volumen nach der Säule wirkt sich nur auf die Verbreiterung der Analytbanden aus. Volumen sowohl vor als auch nach der Säule beeinflussen die Retentionszeiten der Analyten.
Insbesondere bei UHPLC-Methoden ist die Datenvariabilität stärker ausgeprägt als bei HPLC-Methoden. Achten Sie darauf, die Abweichung des ECV während des Methodentransfers zu berücksichtigen, insbesondere beim Transfer einer etablierten Methode zwischen verschiedenen Systemmodellen und Herstellern.
Die Komplexität und Wahrscheinlichkeit von Problemen mit der Reproduzierbarkeit der Retentionszeit und andere Probleme beim Methodentransfer sollten nicht unterschätzt werden. Um Rückschläge im Prozess zu vermeiden, sollten Sie Methodenparameter, Systemfunktionen und Kompatibilität sorgfältig analysieren. Im Folgenden finden Sie einige Expertenressourcen, die Sie bei der Vorbereitung des Methodentransfers und bei der Fehlerbehebung unterstützen.
Der Transfer Ihrer HPLC- oder UHPLC-Methoden von einem Gerät auf ein anderes muss nicht belastend sein. In diesem Video erhalten Sie Tipps und Tricks von Experten, die Sie bei einem reibungslosen LC-Methodentransfer unterstützen können.
Beim Methodentransfer wird eine Analysemethode an ein anderes LC-System angepasst. Häufige Situationen umfassen die Umwandlung von HPLC-Methoden in UHPLC-Methoden zur Optimierung von Geschwindigkeit und Durchsatz. Ein anderes Szenario ist der Transfer einer validierten Methode von der Forschung und Entwicklung in den Betrieb oder in ein klinisches Labor.
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